Freitag, 16. Oktober 2026 QuellenÜber uns🌓
🇩🇪 DE ▾
EILMELDUNG
Deutschland

Wadephul über Putins Krieg - „Wir sind im Fadenkreuz, aber nicht schutzlos“

Bild ·
Wadephul über Putins Krieg - „Wir sind im Fadenkreuz, aber nicht schutzlos“

Nach den deutlichen Wahlerfolgen russlandfreundlicher Parteien im Osten hat Außenminister Johann Wadephul (63, CDU) bei Maybrit Illner (61) eine kräftige Dosis Mutpillen ausgeteilt. Er spricht von Schwächen in Putins Kriegsmaschinerie und sieht Deutschland gut aufgestellt.

„Wir sind im Fadenkreuz“, machte Wadephul klar, „aber wir sind nicht schutzlos. Wir können uns verteidigen. Wir verteidigen uns am besten möglichst weit vorne. Deswegen sind wir im Baltikum stationiert. Es ist ein Wunder, dass deutsche Soldaten dort, wo im Zweiten Weltkrieg viel Unrecht von deutschen Händen geschehen ist, jetzt höchst willkommen sind.“

Der CDU -Politiker weiter: „Wenn wir unsere Bundeswehr hinreichend ausstatten und im Zivilschutz besser werden, dann können wir uns verteidigen. Deutschland ist ein starkes Land, das Stärkste in Europa, militärisch, aber auch diplomatisch. Es braucht sich keiner Sorgen zu machen. Wir müssen noch ein bisschen in die Hände spucken, aber wir werden das miteinander schaffen.“

Wadephul schilderte seine jüngsten Eindrücke vom Kriegsschauplatz: „Ich habe die Ukrainer erlebt als ein Volk, das sich verteidigen will. Ich war in Charkiw, 30 Kilometer vor der Front, und die Lage in Russland ist nicht so gut. Russland ist in größten wirtschaftlichen Schwierigkeiten. Russland verliert derzeit im Monat 40.000 Soldaten, die kampfunfähig werden oder getötet werden. Das ist eine enorme Zahl. Übrigens eine Zahl, die uns veranlassen muss, diesen Krieg zu einem Ende zu bringen, weil das ein schreckliches Sterben ist.“

Deshalb, so Wadephul, müsse die Bundesrepublik „in dieser Kombination weitermachen: Unterstützung der Ukraine, Druck auf Russland und Vorbereitung von Verhandlungen.“ Denn es sei ja nicht so, „dass da, wo Russland ist, mit einem Mal Frieden wäre und ein schönes Leben“. Sondern da sei „ein schreckliches Leben“, weil „da, wo Russland gewinnt, Kinder verschleppt, Frauen vergewaltigt, Männer getötet und gequält werden.“

Sicherheitsexperte Peter Neumann (51) warnte: „Was die populistischen Parteien machen und womit sie Erfolg haben, ist: Sie verkaufen eine Illusion. Die Illusion, dass es einen Knopf gibt, da kann man draufdrücken, Unterstützung der Ukraine beenden, und dann ist Frieden in Europa.“ Seine eindringliche Mahnung: „Man muss deutlicher machen, dass das nicht der Fall sein wird. Wenn Russland gewinnen würde, wäre in der Ukraine eine Situation ähnlich wie der syrische Bürgerkrieg, nur viel größer und viel näher.“

„Das Problem ist, dass diese Parteien den Eindruck erweckt haben, sie sind für Frieden“, assistierte Außenpolitiker Ralf Stegner (67, SPD), „aber sie sind nicht für Frieden, sie sind für Putin .“ Der Kriegstreiber im Kreml aber, ergänzte Neumann, „versteht natürlich ganz genau, dass er in Deutschland eine Bruchlinie findet, eine gespaltene Gesellschaft, wo er Öl ins Feuer gießen kann.“

Anders die östlichen Nachbarn: „Polen und das Baltikum sind Beispiele dafür, dass diese wachsende Bedrohung den gesellschaftlichen Zusammenhalt stärkt“, urteilte Journalistin Mareike Möller (35).

Vollständigen Artikel bei Bild lesen ›

5News hat diese Zusammenfassung aus dem öffentlichen Feed der Quelle übernommen. Der vollständige Artikel mit allen Details steht auf www.bild.de — der Inhalt gehört Bild.

Mehr von Bild

Alle ansehen ›

Mehr in Deutschland

Alle ansehen ›