Samstag, 29. August 2026 QuellenÜber uns🌓
🇩🇪 DE ▾
EILMELDUNG
Welt

Haben sich Storm-Shadow-Raketen im Ukraine-Krieg bewährt?

Deutsche Welle ·

Als die Ukraine im Frühjahr 2023 erstmals mit Storm-Shadow-Marschflugkörpern beliefert wurde, war dies eine der wichtigsten Entscheidungen der westlichen Verbündeten im Bereich der Langstreckenwaffen. Seitdem wurden sie wiederholt für Angriffe auf Lager, Kommandozentralen, Stützpunkte und andere militärische und industrielle Ziele der Russen eingesetzt. Daher ist es nicht verwunderlich, dass die Meldung, Kyjiw erhalte eine Lizenz zur Herstellung dieser Waffen, eine heftige Reaktion des Kremls hervorgerufen hat. Russische Regierungsvertreter warfen der britischen Regierung vor, eine Eskalation des Krieges zu fördern und drohen sogar mit Angriffen auf künftige Produktionsstätten.

Der britische Premierminister Andy Burnham hatte anlässlich des ukrainischen Unabhängigkeitstages am 24. August bei einem Besuch in Kyjiw die geheimen Baupläne und eine Lizenz für den Bau der Storm-Shadow-Marschflugkörper, die auch unter dem französischen Namen SCALP bekannt sind, mitgebracht. Burnham erklärte, London habe den Rüstungskonzern MBDA ermächtigt, Informationen zu übergeben, die für die Produktion dieser Raketen in der Ukraine nötig sind.

Storm Shadow/SCALP sind luftgestützte Marschflugkörper, die seit Anfang der 2000er Jahre im Einsatz sind. Als Träger dienen Flugzeuge der taktischen Luftwaffe, darunter der Typen Tornado, Mirage 2000, Rafale und Eurofighter Typhoon. Zu den wichtigsten Vorteilen der Rakete zählt laut Hersteller, dass sie nur schwer zu erkennen und durch Luftabwehrsysteme abzufangen sei, dass sie besonders widerstandsfähig gegen elektronische Kriegsführung sei und dass sie eine hohe Treffgenauigkeit - auch bei geschützten Zielen - aufweise.

Storm-Shadow-Raketen erlebten ihren ersten Kampfeinsatz während des Irak-Krieges im März und April 2003. Nach Angaben des Sonderprojekts "Missile Threat" der US-Denkfabrik Center for Strategic and International Studies (CSIS) wurde die Rakete damals von der britischen Luftwaffe eingesetzt. Später kam sie in Libyen sowie bei Operationen gegen den "Islamischen Staat" und bei Angriffen der westlichen Koalition auf syrische Regierungseinrichtungen zum Einsatz.

Allerdings verfügte keiner der bisherigen Gegner, gegen die Storm-Shadow/SCALP-Raketen eingesetzt wurden, über moderne Mittel der elektronischen Kriegsführung und der Luftabwehr. Eine Bewährungsprobe für die Rakete war daher ihre Aufnahme in das Arsenal der ukrainischen Streitkräfte im Mai 2023, als mehrere Su-24M-Bomber mit ihr ausgestattet wurden.

Seitdem erhielt die Ukraine regelmäßig solche Raketen aus Großbritannien und Frankreich, Medienberichten zufolge wohl auch aus Italien. Erste Ziele waren russische Einrichtungen in den besetzten Gebieten der Ukraine und auf der von Russland annektierten Krim . Den russischen Truppen gelang es offenbar nicht immer, diese Raketen abzufangen.

Für besondere Aufmerksamkeit sorgte eine Offensive gegen die russische Schwarzmeerflotte im Herbst 2023. Nach Angaben der ukrainischen Seite wurde dabei nicht nur das Hauptquartier der Flotte in Sewastopol getroffen, sondern auch das Landungsschiff "Minsk" und das U-Boot "Rostow am Don".

Vollständigen Artikel bei Deutsche Welle lesen ›

5News hat diese Zusammenfassung aus dem öffentlichen Feed der Quelle übernommen. Der vollständige Artikel mit allen Details steht auf www.dw.com — der Inhalt gehört Deutsche Welle.

Mehr von Deutsche Welle

Alle ansehen ›

Mehr in Welt

Alle ansehen ›