Laut Naturschutzgesetz - Diese Pilze dürfen Sie nicht sammeln
Es ist Pilzsaison! Doch ein Griff zum falschen Pilz kann teuer werden. Denn einige Arten stehen in Deutschland unter besonderem Schutz. Wer sie pflückt, riskiert nicht nur Ärger, sondern auch ein Bußgeld. Daher sollten Sie nicht einfach in den Wald spazieren, ohne sich vorher zu informieren.
Welche Pilzarten Sie nicht sammeln dürfen und welche Regeln beim Pilzesammeln gelten, lesen Sie hier.
Pilze sind nicht nur Delikatessen, sondern auch unverzichtbar für das Ökosystem. Sie zersetzen abgestorbene Pflanzen , versorgen Bäume mit Nährstoffen und stabilisieren den Boden.
Doch viele Arten sind bedroht: durch Abholzung, Klimawandel und den Verlust naturnaher Lebensräume. Deshalb stehen zahlreiche Pilzarten in Deutschland nach dem Bundesnaturschutzgesetz und der Bundesartenschutzverordnung unter besonderem Naturschutz .
Bei geschützten Pilzen gilt, mit einigen Ausnahmen, ein absolutes Sammelverbot. Sie dürfen weder gepflückt noch ausgerissen werden – auch nicht zum Anschauen. Verstöße können je nach Bundesland mit Bußgeldern bis 50.000 Euro geahndet werden.
Für geschützte, aber beliebte Speisepilze wie Steinpilze oder Pfifferlinge gilt die sogenannte Handstraußregelung. Das bedeutet: Kleine Mengen für den Eigenbedarf, meist 1 bis 2 Kilo pro Person und Tag, sind erlaubt. Wer mehr sammelt oder sogar verkauft, muss auch hier mit hohen Strafen rechnen.
Nicht alles, was im Wald wächst, darf in den Korb. Unter besonderem Schutz stehen unter anderem diese Pilzarten:
Viele geschützte Pilze brauchen ganz besondere Lebensräume. Dazu zählen ungestörte, alte, naturnahe Flächen. Typische Standorte sind:
In Naturschutzgebieten, Nationalparks oder an Naturdenkmalen dürfen in den meisten Fällen grundsätzlich keine Pilze gesammelt werden, egal ob geschützt oder nicht. Diese Zonen sind häufig durch entsprechende Schilder gekennzeichnet. Einige Ausnahmen können aber greifen (etwa für den Nationalpark Bayerischer Wald).
Achten Sie also gut auf die Umgebung, bevor Sie zum Messer greifen. Pilzesammeln ist ein schönes Hobby. Doch wer geschützte Arten pflückt, riskiert hohe Strafen und schadet der Artenvielfalt. Halten Sie sich an die Regeln: Der Wald dankt es Ihnen.
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