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Naturspektakel: Uracher Wasserfall fast versiegt - nur noch ein Rinnsal

Stern ·
Naturspektakel: Uracher Wasserfall fast versiegt - nur noch ein Rinnsal

In sehr nassen Jahren rauschen mehr als 1.000 Liter pro Sekunde über den Uracher Wasserfall – jetzt ist er fast versiegt.

Wann kehrt das Naturschauspiel zurück? Normalerweise stürzt das Wasser beim Uracher Wasserfall aus 37 Metern über eine Tuffsteinkante imposant ins Tal.

Doch infolge der Rekordhitze im Sommer und minimalen Niederschlägen in den vergangenen Tagen rinnt es nur noch tröpfelnd vor sich hin.

Der Wasserfall ist fast versiegt.

Er habe fast keine Schüttung mehr, teilte das Regierungspräsidium Tübingen mit.

Dass sich das touristische Wahrzeichen auf der Schwäbischen Alb aktuell nur noch als Rinnsal darstellt, ist ein außergewöhnliches Spektakel. „Dies waren bisher aber seltene Ereignisse in „Ausnahmejahren“.“ Wie sich das in der Zukunft entwickele, lasse sich aus der aktuellen Klimabilanz erahnen, die Extreme nähmen ja in den vergangenen Jahren merklich zu - sowohl was Hitze und Wassermangel angehe, als auch was Starkregen und auch mal wieder sehr nasse Jahre betreffe.

Karstquelle speist Wasserfall Der Wasserfall wird vom Brühlbach gespeist, einer Karstquelle einige hundert Meter oberhalb des Wasserfalls.

Dauerhaft versiegt sei die Quelle sicher nicht.

Die Quelle, die den Brühlbach speise, schütte durchschnittlich 5 bis 10 Liter pro Sekunde, teilte das Regierungspräsidium weiter mit. „In einem extrem trockenen Sommer wie dieses Jahr kann der Bach aber auch mal zeitweilig vollständig versiegen - dies ist auch in der Vergangenheit vereinzelt geschehen.“ Dagegen seien in sehr nassen Jahren mit gesättigtem Boden und hohen Grundwasserständen auch schon mal über 1.000 Liter pro Sekunde über den Wasserfall abgeflossen.

So beispielsweise nach längeren Regenperioden, bei Schneeschmelze oder nach ausdauerndem Starkregen.

Langfristig gleichmäßige Niederschläge notwendig Die Regenfälle in den vergangenen Tagen haben nicht ausgereicht, damit das Wasser wieder imposant ins Tal stürzt. „Die wenigen lokalen Niederschläge konnten daher bisher nicht zur Grundwasserneubildung beitragen, dazu bedarf es langfristiger gleichmäßiger Niederschlagsphasen.

Grundwasserneubildung erfolgt daher üblicherweise eher in der vegetationslosen Winterperiode.“ Wenn es im Herbst und Winter wieder regelmäßiger Regen gebe, werde das Grundwasserreservoir sich füllen und nach einigen Tagen dürfte auch der Wasserfall dann wieder fließen - „wie lange genau, kann man nicht genau vorhersehen, mit etwas Zeitverzögerung ist allerdings zu rechnen“, erklärte das Regierungspräsidium weiter.

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5News hat diese Zusammenfassung aus dem öffentlichen Feed der Quelle übernommen. Der vollständige Artikel mit allen Details steht auf www.stern.de — der Inhalt gehört Stern.

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