Künstliche Intelligenz: Wie viel die Landesregierung für KI-Anwendungen ausgibt
Von „TSK-GPT“ bis „VIS-GenAI“: Thüringens Behörden nutzen künstliche Intelligenz, sind aber unterschiedlich weit.
Die oppositionelle AfD sieht kein Konzept. „Claude“, „Perplexity“, „OpenAI“ oder auch „VIS-GenAI“ - Thüringens Landesregierung nutzt künstliche Intelligenz und hat für entsprechende Anwendungen in den vergangenen Jahren hunderttausende Euro ausgegeben.
Das geht aus Antworten auf mehrere Kleine Anfragen des Thüringer AfD-Abgeordneten Jens Cotta hervor, die der Deutschen Presse-Agentur in Erfurt vorliegen.
Die Thüringer AfD-Fraktion ist im Landtag in der Opposition.
Hilfe bei Gesetzestexten und Verordnungen „VIS-GenAI“ ist nach Angaben der Staatskanzlei eine Art KI-gestützter Assistent für die elektronische Aktenführung.
Allein dafür hat die Landesregierung rund 287.900 Euro an Lizenzgebühren, Verträgen, Schulungen oder sonstigen Leistungen ausgegeben. „Konkrete Verwaltungs- und Genehmigungsverfahren, Bescheidarten oder Entscheidungsvorgänge sind nicht Gegenstand der Pilotierung“, heißt es in einer der Antworten auf die Kleinen Anfragen.
Die Staatskanzlei nutzt aber auch künstliche Intelligenz der Firma Ocos, um Gesetzestexte, Rechtsverordnungen und Verwaltungsvereinbarungen zu analysieren und zum Beispiel Genehmigungs- und Dokumentationspflichten zu übermitteln.
Aus der Antwort geht hervor, dass die Ministerien und Behörden sehr unterschiedlich weit sind im Umgang mit künstlicher Intelligenz.
Während im Innenministerium gleich mehrere KI-Anwendungen erprobt werden und im Landesverwaltungsamt solche Anwendungen etwa zu Recherche-Zwecken oder zur Auswertung und Strukturierung von Unterlagen genutzt werden, erwägt das Justizministerium erst noch, den Einsatz von Gemini oder ChatGPT zu erlauben.
Im Finanzministerium werden ausweislich der Antworten keine generativen KI-Systeme eingesetzt.
Nur einige wenige Bedienstete beteiligen sich an der Erprobung eines solchen Systems.
Verstöße, Verdachtsfälle, Datenschutzmeldungen oder Sicherheitsvorfälle sind der Landesregierung bisher nicht bekannt, heißt es.
Tests und Erprobungen - Ministerien unterschiedlich weit Nach Angaben der Staatskanzlei (TSK) wird dort auch ein lokales System mit dem Namen „TSK-GPT“ eingesetzt - für interne Bearbeitungen. „Je nach Unterstützungszweck werden weitere Kl-Lösungen pilotiert, evaluiert und in Betrieb genommen“, hieß es in einer Antwort auf die Kleinen Anfragen.
Demnach gibt es Zugang zu „TSK-GPT“ für 90 Nutzerinnen und Nutzer.
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