Kampf gegen Vermüllung: Ernst-Thälmann-Platz braucht tägliche Säuberung
Vor rund 100 Jahren wurde in der Kommunistischen Partei unter Ernst Thälmann viel „gesäubert“.
Jetzt erfordert illegaler Müll vor seinem ehemaligen Wohnhaus in Hamburg eine tägliche Säuberung.
Einst waren Säuberungen in der Kommunistischen Partei unter Ernst Thälmann nichts Ungewöhnliches - jetzt braucht der nach ihm benannte Platz in Hamburg-Eppendorf fast täglich eine Reinigungsaktion.
Sie richtet sich allerdings nicht gegen politische Abweichler, sondern gegen illegalen Abfall.
Die Stadtreinigung muss große Mengen an Sperrmüll, Schrottfahrrädern, Papier und Hausmüll beseitigen, wie der Senat auf eine Kleine Anfrage der CDU-Bürgerschaftsfraktion mitteilt.
Im laufenden Jahr sei im Bereich des Platzes, an dem Thälmann von 1929 bis 1933 mit seiner Familie wohnte, bereits 79 Mal Sperrmüll abgefahren worden.
Im gesamten vergangenen Jahr waren 33 derartige Einsätze nötig.
Insgesamt 175 Einsätze wegen Verschmutzungen zählte die Stadtreinigung im laufenden Jahr, nach 93 im Vorjahr.
Seit Anfang 2026 fahren die Mitarbeiter den Platz täglich an, um illegalen Müll einzusammeln.
Verursacher unbekannt Ein wichtiger Grund für die Entwicklung seien die großen Baustellen in dem Bereich, sagt der Sprecher der Stadtreinigung, Kay Goetze.
Es gebe Baustellengitter, hinter denen sich Abfall sammle. „Müll gesellt sich schnell zueinander“, sagt Goetze.
Die Bushaltestellen seien verlegt, aber nicht jeder Fahrgast werfe seinen To-Go-Becher in einen Abfalleimer.
Außerdem werde Müll vor die Depotcontainer für Papier, Glas und Altkleider geworfen.
Der Platz sei einer der Hamburger Hotspots.
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