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Künstliches Kniegelenk: Arthrose-OP mit Knie-TEP

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Künstliches Kniegelenk: Arthrose-OP mit Knie-TEP

Bei zunehmenden Schmerzen und Bewegungseinschränkungen durch fortgeschrittene Arthrose kann das Kniegelenk ganz oder teilweise ersetzt werden. Ein künstliches Kniegelenk sollte jedoch immer die letzte Option sein, wenn andere Behandlungen über mehr als drei Monate keine ausreichende Linderung verschaffen.

6 Min Künstliches Kniegelenk: Was jetzt wichtig ist Worauf kommt es nach der OP an? Wie kommen Patientinnen und Patienten gut zurück in den Alltag? Und wie lange sind Schmerzen normal?

Zur Planung von OP und Narkose sind Voruntersuchungen wie Röntgen und Blutentnahmen sowie Aufklärungsgespräche notwendig. Der Eingriff selbst wird häufig in Teilnarkose durchgeführt. Die operierte Person bleibt wach und atmet selbständig. In einigen Fällen wird zusätzlich ein Dämmerschlaf eingeleitet, in anderen eine Vollnarkose.

Eine Knie-TEP ersetzt das Kniegelenk vollständig. Die Gelenkflächen werden bei der OP dabei durch künstliche Gleitflächen ersetzt: Ein Teil der Prothese bedeckt das Ende des Oberschenkelknochens, der andere Teil das Ende des Schienbeinknochens.

Die Gleitflächen bestehen in der Regel aus Metall, wobei der schienbeinseitige Teil mit einer Schicht aus Polyethylen versehen ist. Das Metall ist zumeist eine Legierung aus Chrom, Kobalt und Molybdän. Bei nachgewiesener Metall-Allergie werden beschichtete oder alternative Implantate verwendet. Je nach Befund wird auch die Rückfläche der Kniescheibe mit einer Kunststoffschicht ersetzt.

Die Operation dauert etwa eine Stunde. Währenddessen werden die entscheidenden Winkel immer wieder nachgemessen, damit die Prothese gut sitzt. Meist können und sollen die Patientinnen und Patienten schon am OP-Tag mit Hilfe aufstehen, damit beginnt die Physiotherapie. Der Krankenhausaufenthalt nach dem Einsetzen der Knie-TEP dauert in der Regel fünf bis sieben Tage.

Nach der Operation müssen Betroffene für etwa sechs Wochen schmerzlindernde Medikamente einnehmen und etwa drei bis sechs Wochen lang an Unterarmstützen gehen. Bei der anschließenden mehrwöchigen Reha wird mit Gangschulung, Physiotherapie und Koordinationstraining die Muskulatur im Kniegelenk gekräftigt und das Gehen mit dem neuen Knie trainiert.

Wieder zu Hause, muss eigenständig weiter geübt werden. Es dauert etwa ein Jahr, bis das Knie wieder "rund läuft". Bewegung ist also ausdrücklich erwünscht. Abgeraten wird in der Regel von Sportarten mit Stößen und abrupten Richtungswechseln sowie von dauerhaft schwerem Heben und Tragen. Was wann im Einzelfall passend ist, sollte mit der Klinik und der behandelnden Physiotherapie besprochen werden.

Kliniken bieten zunehmend eine umfassende interdisziplinäre Behandlung mit festgelegten Abläufen rund um die OP an, da der Erfolg der Behandlung von vielen Faktoren mitbestimmt wird. Ziel dieses sogenannten Fast-Track-Verfahrens ist, dass die Patientinnen und Patienten aktiv ihre Heilung mitgestalten und schnell wieder selbständig auf die Beine kommen. Das kann Komplikationen wie Thrombosen vorbeugen und den Behandlungserfolg verbessern.

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5News hat diese Zusammenfassung aus dem öffentlichen Feed der Quelle übernommen. Der vollständige Artikel mit allen Details steht auf www.ndr.de — der Inhalt gehört NDR Ratgeber Gesundheit.

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