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Opferzahl weiter gestiegen – Schlamm erschwert Rettungsarbeiten

Der Spiegel ·
Opferzahl weiter gestiegen – Schlamm erschwert Rettungsarbeiten

Nach der zerstörerischen Sturzflut im Himalaja hat die Armee in Nepal die Such- und Rettungsaktionen intensiviert, stößt aber weiterhin auf große Probleme. »Der schwierigste Teil ist der abgelagerte Schlamm als Folge der Flutwelle«, sagte Armeesprecher Raja Ram Basnet in Battar Bazar in der an Tibet grenzenden Provinz Bagmati. Dadurch sei es sehr schwierig, Hubschrauber in den betroffenen Gebieten wie Temure, Syabrubesi und Mailung zu landen oder zu starten.

In China ist die Zahl der Todesopfer um zwei auf sieben gestiegen. Das berichtete Chinas amtliche Nachrichtenagentur Xinhua. Die Zahl der Vermissten ging demnach von 558 auf 554 Menschen zurück. Damit gelten im Katastrophengebiet in Nepal und China insgesamt mehr als 2500 Menschen weiter als vermisst. Zusammen mit den bislang 579 gemeldeten Toten in Nepal liegt die Gesamtzahl auf beiden Seiten damit nun bei 586.

Derzeit sind in der Unglücksregion in Nepal nach Angaben des Armeesprechers Basnet 14 Rettungshubschrauber Einsatz. Die Rettungsaktionen seien verstärkt worden. Bis zum Freitagabend (Ortszeit) gab die Katastrophenschutzbehörde des Landes die Zahl der Geretteten mit mehr als 4400 Menschen an.

Die Armee bringt auf das Gelände eines Armeetrainingscamps in Battar Bazar kontinuierlich Personen mit Hubschraubern in Sicherheit, die teilweise von der Außenwelt abgeschnitten waren. In Nepal ist die Armee hauptsächlich für Such- und Rettungsaktionen bei Katastrophen zuständig.

Als eine weitere Hürde nannte der Sprecher bestehende Tunnel im Gebirge, in denen Menschen festsaßen. Am Freitagmorgen (Ortszeit) seien nur vier Personen aus den Tunneln gerettet worden. Vermutlich befänden sich in ihnen noch zahlreiche Menschen.

In einem Video war zu sehen, wie die Soldaten zwei mit Schlamm überzogene Arbeiter lebend aus einem Tunnel an einem Wasserkraftwerk zogen. Die Männer wurden von den Rettern auf dem Rücken zu einem Hubschrauber getragen.

Wie lange die Rettungsaktionen noch andauern könnten, sei schwierig zu sagen, sagte Basnet. Vermisst werden in der bei Touristen beliebten Gebirgsregion 1924 Personen, darunter 517 Ausländer, wie die nepalesischen Behörden am Freitag mitteilten.

In Nepal hatte sich nach bisherigen Expertenmeinungen ein Gletschersturz ereignet, woraufhin sich am Mittwoch Wassermassen ihren Weg durch ein Flusstal gebahnt und dabei auch den Grenzübergang Gyirong völlig zerstört hatten. Der Posten liegt auf dem Hauptverkehrsweg für Tourismus und Handel zwischen Nepal und China.

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5News hat diese Zusammenfassung aus dem öffentlichen Feed der Quelle übernommen. Der vollständige Artikel mit allen Details steht auf www.spiegel.de — der Inhalt gehört Der Spiegel.

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