Er kommt aus einem Nachbardorf - RB-Trainer Demichelis kämpft für kranken Argentinier
Martín Demichelis (45) hat viel Temperament – aber auch ein großes Herz!
Vor dem Kracher-Duell am Samstag (18.30 Uhr) bei Ex-Klub Bayern München besuchte der Trainer von RB in der Uniklinik Leipzig seinen Landsmann Mateo Buniva (25). Der junge Argentinier kommt wie Demichelis aus der Provinz Córdoba und leidet an Adrenoleukodystrophie (ALD), einer genetischen Erkrankung, die seine Gesundheit beeinträchtigt.
Für eine Knochenmarktransplantation reiste Buniva vor zwei Wochen aus seiner Heimat nach Leipzig – und hofft in Deutschland auf eine erfolgreiche Behandlung seiner Krankheit.
„Das Leben ist verrückt. Mateo stammt aus einem Dorf ganz aus meiner Nähe. Vor einem Monat habe ich ein Video von Lionel Scaloni, unserem argentinischen Nationaltrainer, und seinem Staff gesehen. Danach hat das ganze Land von Mateo gesprochen. Zufällig ist er nach Leipzig gekommen und wird jetzt hier operiert“, erklärt Demichelis auf BILD-Nachfrage.
Und verrät: „Gegen Frankfurt habe ich ihn ins Stadion eingeladen. Er hat die Erwärmung direkt am Spielfeld gesehen. Mittlerweile ist er schon im Krankenhaus. Deswegen habe ich ihn besucht, als ich am Donnerstag frei hatte. Wir kommen aus zwei kleinen Dörfern in Argentinien, jetzt sind wir beide in Leipzig und werden zusammen kämpfen.“
Als Zeichen der Solidarität brachte Demichelis dabei ein von der Mannschaft unterschriebenes Trikot von Leipzig-Star Christopher Nkunku (28) mit in die Klinik.
Der Trainer von RB Leipzig reiht sich damit ein in eine lange Liste von argentinischen Prominenten, die sich für Buniva einsetzen. Um Geld für seine Behandlung und die Reise nach Deutschland zu sammeln, spendete der frühere Welttorhüter Emiliano Martínez (34) beispielsweise ein Paar seiner Torwarthandschuhe. Auch Liverpool-Star Alexis Mac Allister (27) und Boca-Profi Leandro Paredes (32) beteiligten sich an der Kampagne.
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