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Kultur

„Markus Lanz“: Peter Altmaier wirbt im ZDF für Alexander Dobrindt als Kanzler

Stern ·
„Markus Lanz“: Peter Altmaier wirbt im ZDF für Alexander Dobrindt als Kanzler

Erfrischend deutliche wurde es am Donnerstag bei Markus Lanz.

Verantwortlich dafür ist der CDU-„Rentner“ Peter Altmaier, der für vieles die richtigen Worte findet.

Am Donnerstagabend hatte Moderator Markus Lanz sich folgende Gäste ins Studio eingeladen: Peter Altmaier, CDU-Politiker Ulrike Herrmann, Journalistin Daniel Stelter, Ökonom Alexander Gertz, Sanitäter in der Ukraine Peter Altmaier: „Es blinken alle roten Lampen“ Es dauert nur ein paar Minuten, dann hat CDU-„Rentner“ Peter Altmaier der Runde in Markus Lanz' Studio und den ZDF-Zuschauern ganz klar verkündet, wen er für einen geeigneteren Kanzler hielte als, nun ja, den Kanzler.

Den aktuellen Innenminister nämlich. „Es ist ja auch kein Zufall, dass Alexander Dobrindt einer der populärsten Minister ist im Kabinett, und dass ihm bisher überhaupt kein handwerklicher Fehler unterlaufen ist“, lobt er den Kollegen. „Alexander Dobrindt ist ein absoluter Profi.“ Altmaier ist ein dankbarer Talkshow-Gast.

Er wirkt in sich ruhend, engagiert und kommt stets auf den Punkt.

So erklärt nachvollziehbar, wie es zur Entscheidung für die Rente ab 63 kam, ordnet eigene politische Erfolge und Fehler der vergangenen Jahre ein und blickt nüchtern auf die aktuelle Lage der Demokratie. „In den ersten Jahren meines Ruhestandes wurde ich oft angesprochen – die Leute haben gefragt: ,Herr Altmaier, wie geht's Ihnen, wie geht's denn der Frau Merkel‘ , und so weiter.

Und jetzt fragen die Leute nicht mehr, wie es mir oder sonst jemandem geht, sondern die Leute kommen unmittelbar mit dem Unbehagen und der Unzufriedenheit mit dem politischen Zustand des Landes.“ Ein paar herzige Randnotizen plaudert er auch aus.

Eine rosa Krawatte trage er so oft, weil „die Leute sich dann erinnern können an die Politik, die ich gemacht habe.

Die einen fanden es gut, die anderen fanden es weniger gut.“ Er zuckt freundlich mit den Schultern. „Das ist normaler demokratischer Diskurs.“ Aber: „Als Rentner trage ich oft auch gar keine Krawatte.

Ich bin da schon jemand, der gern ein bisschen leger durch die Gegend läuft.“ Krise der CDU sei auch selbstverschuldet Eigentlich sollte es im Gespräch um die Festnahme von Ex-BND-Chef August Hanning gehen. „Etwas, das es so in dieser Form noch nicht gegeben hat in Deutschland“, stellt Altmaier fest.

Auch im Ausland würden sich Verantwortliche fragen, „inwiefern ist der Bundesnachrichtendienst noch vertrauenswürdig, wie weit können wir Informationen teilen?“ Er ist erstaunt, dass es trotz der strengen Vorschriften für den Umgang mit vertraulichen Dokumenten, die er selbst während seiner politischen Laufbahn kennenlernte, zu einem solchen Fall kommen konnte. „Das muss geklärt werden“, sagt er.

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