Weichen-Spiel in Großaspach - Preußen muss in die Erfolgsspur
Zurück an den Ort, wo der letzte Sieg gelang. Und dessen Name – „WIRmachenDRUCK-Arena“ – für Drittligist Münster Programm sein sollte...
Nur ein Punkt aus den letzten beiden Begegnungen gegen Erz-Rivale Essen (3:3) und Düsseldorf (1:2), insgesamt bereits vier Spiele in Folge ohne vollen Erfolg. Zum Abschluss der ersten „Englischen Woche“ dieser Saison benötigen die „Adlerträger“ bei Aufsteiger SG Sonnenhof-Großaspach am Samstag (14 Uhr/live bei Magenta Sport) unbedingt einen Dreier. Um nicht schon frühzeitig in untere Tabellenregionen abzurutschen und damit der – langsam aber sicher – heftiger werdenden Kritik weitere Nahrung zu geben.
Gut vier Wochen ist es her, da setzten sich die Jungs von Chefcoach Thomas Wöhrle (44) an gleicher Stelle knapp aber verdient mit 2:1 gegen die U23 des VfB durch. Doppeltorschütze damals – Marvin Schulz junior (22). Nicht auszuschließen, dass er nun erneut von Beginn sein Können unter Beweis stellen darf.
Fakt ist: Wöhrle kündigt nach der sooo bitteren Last-Minute-Pleite vom vergangenen Mittwoch gegen Fortuna die eine oder andere Umstellung an. Wie seine Rotation genau aussehen wird, wollte er auf der Zugfahrt am Freitagmittag von Münster nach Stuttgart noch nicht verraten. Nach Ankunft in der Schwaben-Metropole wurde Preußens Tross von dort mit dem Mannschaftsbus ins knapp 40 Kilometer entfernte Großaspach chauffiert.
Weiterhin nicht dabei sind die Verletzten Simon Scherder (33/Kreuzbandriss), Malik „Batman“ Batmaz (26/Kreuzbandriss), Marvin Schulz senior (31/Innenbandriss), „Schweden-Oscar“ Vilhelmsson (22/muskuläre Probleme), Niko Koulis (27/Oberschenkel-Beschwerden), Luca Bolay (24/Faserriss) und Ryan Johansson (25/Oberschenkel) sowie der erkrankte Philipp Maier (34). Darüberhinaus strich Wörle auch noch Mika Stuhlmacher (23) aus dem Spieltagskader.
Großaspach wiederum ist mittlerweile seit sechs Partien sieglos. Sollte dennoch nicht unterschätzt werden. Wörle verweist unter anderem darauf, dass der Liga-Neuling mit durchschnittlich 14,7 (!) die meisten Torschüsse pro Spiel abgibt. Andererseits aber im Schnitt auch 17 dicke Dinger liegen lässt. Wörle überzeugt: „Die Mannschaft ist besser als ihr derzeitiger 18. Platz.“ So konnte Großaspach zuletzt sogar einen 0:2-Rückstand bei der spielstarken Kölner Viktoria Köln noch in ein gerechtes Unentschieden umwandeln.
Ganz wichtig, wie die „Schwarz-Weiß-Grünen“ den späten K.o. gegen Düsseldorf verkraftet haben. Ob ihre Köpfe schon wieder für die neue Herausforderung freigeschaltet sind. „Gut, dass wir nicht so viel Zeit zum Grübeln hatten,“ glaubt Wörle, „natürlich haben wir die Niederlage analysiert, uns dann aber sofort auf Großaspach konzentriert.“ Wo die Preußen mit aller Macht zurück in die Erfolgsspur finden wollen.
Ohnehin sieht Münsters Chefcoach die Entwicklung seiner Truppe trotz der 18 Gegentore nach neun Spieltagen (viertschlechtester Liga-Wert) positiver als viele andere. Er versichert: „Sie macht in der täglichen Arbeit spürbare Fortschritte, wächst mehr und mehr zusammen.“ Das soll sich über kurz oder lang auch in den Ergebnissen widerspiegeln.
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