Sandra Bullock über den Tod ihres Partners - „Mein Liebster ging viel früher als sein Körper“
Los Angeles (USA) – Drei Jahre nach dem Tod ihres Partners Bryan Randall (†57) spricht Sandra Bullock (62) jetzt erstmals ausführlich über den Verlust ihrer Lebensliebe. Über das große Schweigen über seine tödliche Krankheit, ihre Einsamkeit und einen Abschied, der lange vor seinem Tod begann.
Der US-Fotograf, in dem die Schauspielerin („Blind Side – Die große Chance“, „Miss Undercover“) ihren Seelenverwandten gefunden hatte, starb am 5. August 2023 nach einem dreijährigen, geheim gehaltenen Kampf gegen die unheilbare Nervenkrankheit ALS.
Warum damals niemand von der Diagnose erfahren durfte, erklärt Sandra Bullock jetzt im Podcast „ SmartLess“ . Randall selbst hatte sie darum gebeten. „Ich durfte nicht darüber sprechen. Das war die Bitte, und ich habe versucht, mich daran zu halten – ich habe sie respektiert.“ Doch das Schweigen hatte einen Preis: Es habe sie „isoliert“, sagt die Schauspielerin. Sie habe die „enorme Last“ seiner Diagnose tragen müssen. Ihre Schwester Gesine Bullock-Prado (56) war „eine Zeit lang die Einzige, die es wusste“, verrät Sandra Bullock. „Zuerst dachte ich: Oh, damit kann ich umgehen. Ich kann schweigen.“
Doch irgendwann vertraute sie sich auch engen Freunden an, darunter Jennifer Aniston (57) und Amanda Anka (57, Ehefrau von Jason Bateman, 57). Dabei seien viele Tränen geflossen. Doch für Bullock war das Teilen des Schicksals vor allem eins: „Erleichterung.“ Besonders bewegend: Bullock trauerte nach eigener Aussage bereits Jahre vor Randalls Tod. Denn die Krankheit ALS veränderte ihren Partner körperlich und mental. „Mein Liebster ging viel früher, als sein Körper ging“, sagt sie rückblickend. Ihr Partner sei „die Hälfte unserer Beziehung lang krank gewesen“. Verarbeiten konnte sie das alles erst nach seinem Tod. „Weil man einfach in diesem Hamsterrad gefangen ist.“
Anfang 2015 hatte Sandra Bullock ihre große Liebe Bryan Randall kennengelernt. Als er damals die Geburtstagsparty ihres Adoptivsohnes Louis (16) fotografierte, flogen die Funken. Später beschrieb sie Bryan als einen „Heiligen“, weil er ihr liebevoll mithalf, ihre Kinder großzuziehen. Vor allem Adoptivtochter Laila (12) sah in ihm eine Vaterfigur.
Als klar war, dass er an ALS erkrankt war, erschütterte das ihre ganze Welt. Es war eine „traumatische Diagnose“, sagt sie heute. Nach Randalls Tod zog sich Bullock weitgehend aus der Öffentlichkeit zurück. Schon während seiner geheim gehaltenen ALS-Erkrankung hatte sie ihre Karriere auf Eis gelegt, um für ihre Familie da zu sein. Erst nach und nach kehrte sie wieder ins Rampenlicht zurück. Mit ihrem neuen Film „Zauberhafte Schwestern 2“ wird sie ab 10. September nun auch wieder im Kino zu sehen sein.
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