Börsengang von Shein: Shein startet mit deutlichem Minus an Hongkonger Börse
Mit einem deutlichen Minus ist die Shoppingplattform Shein in Hongkong an die Börse gegangen. Das Unternehmen verzeichnete in den ersten Minuten zeitweise einen Kursrückgang von acht Prozent, nachdem es beim Börsengang umgerechnet bis zu 1,5 Milliarden Euro eingenommen hatte. Ein Anteilsschein der Firma kostete zwischen 44 und 45 Hongkong-Dollar (etwa 4,83 Euro bis 4,94 Euro). Vor dem Börsendebüt war der Angebotspreis für eine Shein-Aktie auf 48,56 Hongkong-Dollar festgesetzt worden.
Die Bewertung des Unternehmens liegt mit rund 24 Milliarden Dollar weit unter dem Höchststand von fast 100 Milliarden Dollar bei einer Finanzierungsrunde vor vier Jahren. Analysten zufolge gilt die Aktie trotz des Bewertungsabschlags jedoch immer noch als teuer im Vergleich zu Konkurrenten wie Temu.
Der in China gegründete Online-Versandhändler, der zwischen 2021 und 2022 seinen Sitz nach Singapur verlagert hatte, hatte zuvor schon versucht, in London und New York an die Börse zu gehen. Berichten zufolge scheiterte Shein jedoch am Widerstand der chinesischen Regierung.
Shein will das Geld aus dem Börsengang nach eigenen Angaben unter anderem in seine technische Infrastruktur und die Stärkung der eigenen Marke investieren. Das Geschäft der Plattform wurde zuletzt etwa durch neue Zollregelungen in den wichtigen Märkten USA und Europa beeinträchtigt .
Das Unternehmen verkauft seine Produkte in mehr als 150 Ländern. In Europa hat Shein etwa 130 Millionen Nutzerinnen und Nutzer, weltweit sind es nach eigenen Angaben 273 Millionen Kundinnen und Kunden. Die Kritik an dem Onlinehändler ist jedoch groß . Die Vorwürfe reichen von systematischem Plagiieren über eine schlechte Umweltbilanz bis hin zu Zwangsarbeit.
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