Katastrophe in Nepal: »Wir Nepalesen sind widerstandsfähig«
In Nepal ist die Zahl der Todesopfer nach der Sturzflut auf mehr als 600 gestiegen. Noch immer werden über 2.400 Menschen vermisst. Schlamm und Regenfälle erschweren die Rettungsarbeiten, am Freitag gaben die Behörden erneut Flutwarnungen aus. Der tibetisch-nepalesische Fotograf Chemi Dorje ist im Auftrag der ZEIT in das Katastrophengebiet gereist, um die Lage nach den Überschwemmungen zu dokumentieren.
ZEIT: Herr Chemi Dorje, Sie sind gerade in den überfluteten Gebieten unterwegs. Wie gut kommt man dorthin?
Chemi Dorje: Ich bin am Donnerstagnachmittag mit dem Motorrad 65 Kilometer aus Kathmandu in den Distrikt Nuwakot gefahren, der zu den am schwersten betroffenen Gegenden gehört. Als ich ankam, sah ich im Tal nur noch dunkle Umrisse von Häusern, die im Schlamm begraben waren. Es gibt keinen Strom mehr, das Handynetz ist sehr schlecht.
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