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Südukraine: Gouverneur ruft Einwohner von Cherson zur Evakuierung auf

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Südukraine: Gouverneur ruft Einwohner von Cherson zur Evakuierung auf

Aufgrund der russischen Angriffe bestehe die Gefahr, dass die Strom- und Wärmeversorgung in der Stadt für längere Zeit ausfallen könnte. Prokudin sprach von einer »äußerst schwierigen Sicherheitslage« in Cherson. Russland intensiviere »täglich seine Angriffe auf die kritische Infrastruktur in der Region«.

In der Nacht zum Donnerstag habe die russische Armee »erneut das Fernwärmekraftwerk von Cherson mit Gleitbomben angegriffen«. Die Anlage sei dabei stark beschädigt worden. »Cherson könnte ohne Strom und Heizung dastehen, und zwar nicht nur für einige Stunden oder Tage, sondern für einen langen Zeitraum«, warnte der Gouverneur.

Prokudin zufolge setzt Russland in der Region verstärkt Lenkbomben und mit Düsentriebwerken ausgestattete Drohnen ein, gegen die Flugabwehr derzeit machtlos sei.

Cherson, wo vor dem Krieg rund 280.000 Menschen lebten, stand von März bis November 2022 unter russischer Kontrolle und liegt nahe der Front.

Im vergangenen Winter hatte die russische Armee immer wieder ukrainische Kraftwerke angegriffen und damit zeitweise Millionen Menschen in Kälte und Dunkelheit gestürzt.

Russland hat die ukrainische Hauptstadt am Donnerstag am helllichten Tag mit Drohnen angegriffen. In Kyjiw wurde nach Angaben der Behörden ein Mann verletzt. Bei weiteren russischen Angriffen in anderen Landesteilen wurden mindestens ein Mensch getötet und weitere verletzt. Die Attacke auf Kyjiw reiht sich in eine Serie zuletzt häufiger gewordener russischer Angriffe während des Tages ein.

Bereits in der Nacht hatte Russland mehrere Regionen der Ukraine mit Drohnen und Raketen angegriffen. Der Leiter der Kyjiwer Regionalverwaltung, Tymur Tkatschenko, erklärte, die Hauptstadtregion sei die ganze Nacht über mit Kampfdrohnen und ballistischen Raketen attackiert worden. Dabei seien unter anderem Lagerhäuser getroffen worden.

6 Min Zur Merkliste hinzufügen Außenminister in der Ukraine: Wadephuls Botschaft an die Bürger von Charkiw – und an Putin Aus Charkiw berichtet Paul-Anton Krüger 5 Min Zur Merkliste hinzufügen 5 Min Zur Merkliste hinzufügen Krieg gegen die Ukraine: Die Angst der Russen vor einer neuen großen Mobilmachung Von Christina Hebel und Alexander Chernyshev, Hamburg und Moskau 8 Min Zur Merkliste hinzufügen 8 Min Zur Merkliste hinzufügen In der nordöstlichen Region Sumy wurde nach Behördenangaben ein Mensch getötet, vier weitere wurden verletzt. In Odessa am Schwarzen Meer sowie in den südlichen Regionen Saporischschja und Cherson wurden jeweils drei Menschen verletzt. In der Großstadt Cherson seien mitten am Tag zivile Verkehrsmittel angegriffen worden, erklärte der Leiter der Stadtverwaltung, Jaroslaw Schanko.

Russland hat seine Angriffe auf Kyjiw zuletzt verstärkt und greift dabei zunehmend auch tagsüber an. Erst am Wochenende hatte die russische Armee die Hauptstadtregion am helllichten Tag mit einer ballistischen Rakete attackiert. Im Bezirk Boryspil am östlichen Stadtrand wurden dabei nach ukrainischen Angaben zwei Menschen getötet.

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