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Deutschland

"Schulden laufen aus dem Ruder": Wirtschaftsweise wirft Merz Schönfärberei vor

n-tv ·
"Schulden laufen aus dem Ruder": Wirtschaftsweise wirft Merz Schönfärberei vor

Die Aufrufe des Kanzlers zu einer angeblich nötigen Stimmungsaufhellung in Deutschland überzeugen die Ökonomin Grimm nicht. Die Wirtschaftsweise wirft dem Kanzler vor, die desolate Lage des Bundeshaushaltes mit positivem Denken zu überdecken.

Mit Blick auf die jüngsten Aussagen von Kanzler Friedrich Merz zur Lage im Land hat die Ökonomin Veronika Grimm davor gewarnt, bestehende Schwierigkeiten kleinzureden. "Ich halte wenig davon, die Probleme zu ignorieren und einfach nur positiver zu denken. Da sind wir auf dem falschen Dampfer", sagte die Wirtschaftsexpertin dem Redaktionsnetzwerk Deutschland (RND). Sie bezog sich damit auf die Aussage von Merz, man müsse den weit verbreiteten Missmut abschütteln.

Grimm kritisierte vor allem die Finanzen des Bundes. "Der Bundeshaushalt läuft aus dem Ruder. Nachhaltiges - also von der Privatwirtschaft getragenes - Wachstum ist nicht in Sicht. Die zusätzlichen Kreditspielräume der Regierung werden zum großen Teil zweckentfremdet." Das gehe massiv auf Kosten der jungen Generation, bemängelte die Ökonomin.

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