Trauer in Norwegen: So soll die Beerdigung von König Harald V. ablaufen
Norwegen trauert. Auch am Tag nach dem Tod von König Harald V. ist auf den Straßen der Hauptstadt Oslo eine bedrückende Atmosphäre zu spüren. Zwar findet jede Norwegerin und jeder Norweger einen eigenen Umgang mit der Trauer - der offizielle Ablauf nach dem Ableben eines Monarchen ist aber weitestgehend festgelegt.
Seit Samstag liegen im ganzen Land Kondolenzbücher aus, in die sich jede und jeder eintragen kann. In Oslo gehörte Bürgermeisterin Anne Lindboe zu den ersten, die persönliche Worte an den am Freitagmorgen gestorbenen Monarchen hinterließen, wie die Zeitung "VG" berichtete. "Du brauchtest keine Krone, um König zu sein", schrieb sie dem Bericht zufolge.
Am Sonntag werden in zahlreichen Kirchen und allen elf Kathedralen Trauergottesdienste ausgerichtet. Im Osloer Dom geht es um 11 Uhr los, wie die Norwegische Kirche mitteilte. "Wir trauern um König Harald und empfinden tiefe, aufrichtige Dankbarkeit für alles, was er uns allen durch sein Leben und Wirken bedeutet", sagt Olav Fykse Tveit, der leitende Bischof.
Wer persönlich Abschied nehmen will, kann in den kommenden Tagen die Kapelle des Schlosses besuchen. Nach einer kurzen Phase im Roten Salon des Schlosses wird der geschlossene Sarg dort bis zur Beisetzung aufgebahrt auf einem verhüllten Katafalk zu bestimmten Zeiten zu sehen sein. Langsam sollen die Besucherinnen und Besucher nach Angaben des Hofes an dem bewachten Sarg vorbeigehen können, um Harald persönlich die letzte Ehre zu erweisen. Auf und am Sarg werden die königlichen Insignien platziert, dazu gehört auch die Krone.
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