Charlie Kirk: Mutmaßlichem Attentäter Tyler Robinson droht in Mordprozess die Todesstrafe
Der mutmaßliche Attentäter von Charlie Kirk muss sich in den USA wegen Mordes vor Gericht verantworten. Das entschied am Dienstag ein Richter in Provo im US-Bundesstaat Utah . Die Staatsanwaltschaft habe genügend Beweise vorgelegt, um den 23 Jahre alten Tyler Robinson anzuklagen, erklärte Richter Tony Graf. »Aus diesen Gründen sowie auf der Grundlage der Aktenlage und der Schriftsätze der Parteien« ordne er die Überstellung des Angeklagten zur Hauptverhandlung an.
Graf erlaubte der Anklage zudem, die Todesstrafe zu beantragen. Die Staatsanwaltschaft erklärte, Robinson habe Kirk von einem Dach aus in einer Entfernung von mehr als 122 Metern erschossen – obwohl er gewusst habe, dass er daneben schießen und andere Menschen töten könnte.
Kurz nach der Entscheidung des Richters legte Robinson über seinen Anwalt erstmals ein Plädoyer ab: nicht schuldig in allen Anklagepunkten.
Grafs Entscheidung war mit Spannung erwartet worden. Sie gilt als wichtiger Schritt in einem der meistbeachteten Mordfälle des Landes. Graf hätte Robinson auch unter einer geringeren Mordanklage vor Gericht bringen können, die eine Mindeststrafe von 15 Jahren und lebenslange Haft vorsieht.
Kirks Familie bezeichnete das Urteil am Dienstag als »einen wichtigen Schritt auf dem Weg unserer Familie zur Gerechtigkeit«.
Bei der nächsten Anhörung am 23. Oktober soll ein Verhandlungstermin festgelegt werden.
Robinson wird in sieben Punkten angeklagt, darunter »aggravated murder«. Wird er in diesem besonders schweren Fall des Mordes schuldig gesprochen, droht ihm die Todesstrafe. Die weiteren sechs Anklagepunkte wiegen weniger schwer, darunter Behinderung der Justiz und Zeugenbeeinflussung.
Charlie Kirk war am 10. September 2025 auf einem Universitätscampus in Utah erschossen worden, als er im Freien sprach. Am Tag darauf nahm die Polizei den damals 22-jährigen Robinson fest.
3 Min Zur Merkliste hinzufügen Rechte in den USA: Der Querschläger – wie Tucker Carlson MAGA von Trump löst Von Julia Amalia Heyer, Washington 13 Min Zur Merkliste hinzufügen 13 Min Zur Merkliste hinzufügen Versuchtes Attentat auf Donald Trump: Amerikas Ära der Gewalt Aus New York berichtet Alexander Sarovic 4 Min Zur Merkliste hinzufügen 4 Min Zur Merkliste hinzufügen Das Attentat hatte in den USA enorme politische Wucht. Kirk galt als prägende Stimme der US-Rechten, war ein einflussreicher Vertreter der Trump-Bewegung Make America Great Again (MAGA) und unterstützte Donald Trump in dessen Wahlkampf. Kirk erreichte mit seiner Jugendorganisation Turning Point USA ein Millionenpublikum, vor allem junge Männer.
Larry Bushart aus Tennessee teilte nach dem Tod des Aktivisten Charlie Kirk kommentierende Memes auf Facebook. Danach landete er 37 Tage im Gefängnis, verlor seinen Job und verpasste die Geburt eines Enkelkinds. Ein teurer Präzedenzfall. Mehr dazu erfahren Sie hier .
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