Iran-Krieg: Rund 400 Schiffe stecken weiter im Persischen Golf fest
Blockade der Straße von Hormus Rund 400 Schiffe stecken weiter im Persischen Golf fest Stand: 29.08.2026 • 18:33 Uhr
Seit Beginn des Iran-Kriegs ist der Schiffsverkehr durch die Straße von Hormus stark eingeschränkt. Wie viele Tanker und Frachter sie täglich passieren, ist unklar. Noch immer können Hunderte Schiffe den Persischen Golf nicht verlassen.
Auch ein halbes Jahr nach Beginn des Iran-Kriegs stecken einem Bericht zufolge noch immer rund 400 Schiffe mit etwa 6.000 Seeleuten im Persischen Golf fest. Das teilte der Generalsekretär der Weltschifffahrtsorganisation IMO, Arsenio Dominguez, mit. Die IMO verifizierte seit Kriegsbeginn eigenen Angaben zufolge 70 Attacken auf internationale Schiffe im Persischen Golf. Dabei seien 19 Seeleute getötet worden. Die schlechte Sicherheitslage schade allen, sagte Dominguez.
Nach britischen Informationen ist in der Straße von Hormus wieder ein Öltanker getroffen worden - von einem "unbekannten Geschoss". mehr
Die Lage in der Straße von Hormus blieb auch zuletzt unübersichtlich. Die Islamische Revolutionsgarde beharrte ebenso wie die US-Regierung darauf, die volle Kontrolle über die Straße von Hormus zu haben. Schiffen sei die Durchfahrt nur nach Abstimmung mit Iran gestattet, hieß es in einer Mitteilung der Revolutionsgarde.
Es ist unklar, wie viele Frachter und Tanker die vor allem für Öltransporte wichtige Meerenge passieren. Die britische Behörde zur Sicherheit der Schifffahrt (UKMTO) verzeichnete zuletzt mehr Schiffspassagen durch die Straße von Hormus als traditionelle Datenanbieter. Etwa 29 Frachter hätten die Meerenge demnach täglich in den vergangenen sieben Tagen passiert. Schifffahrtsdatenanbieter wie das Unternehmen Kpler hatten zuletzt von einstelligen täglichen Durchfahrten berichtet.
Dieses Thema im Programm: NDR Info | Nachrichten | 29.08.2026 | 15:00 Uhr
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