Schläge und Beleidigungen im Spielertunnel - Heftige Ausschreitungen in Argentinien!
Es sind unglaubliche Szenen, die sich da in einem Erstliga-Stadion abspielen. Man stelle sich vor, in der Bundesliga würden sich zwei Trainer nach dem Abpfiff massiv an den Kragen gehen. So sehr, dass Sicherheitskräfte einschreiten müssen. Genau das ist am Montagabend in der Liga Profesional de Futbol, der ersten argentinischen Liga, passiert.
Erst am Wochenende war ein Spiel in der dritten Liga komplett eskaliert mit Tritten, Schlägen und Jagdszenen. Diesmal geriet eine Partie in der höchsten Spielklasse nach Abpfiff aus den Fugen. Der bisherige Tabellenführer Velez Sarsfield aus Buenos Aires war in einem Derby Gastgeber gegen den Vorort-Klub Defensa y Justicia. Durch ein 1:1 verlor Sarsfield überraschend seine Spitzenposition an Instituto Cordoba.
Im Mittelpunkt der aufgeheizten Begegnung standen die beiden Trainer Guillermo Barros Schelotto (53/Sarsfield) und Julio Vaccari (46/Defensa), die sich schon während der Partie einen heftigen verbalen Schlagabtausch lieferten. Vaccari pöbelte in Richtung eines Co-Trainers: „Du bist ein schlechter Mensch.“ Als die Gäste in der Schlussphase ausglichen, kochten die Gemüter an der Seitenlinie immer stärker.
Beim Abpfiff von Schiedsrichter Nicolás Ramírez stutzten die Spieler beider Mannschaften auf dem Platz, als es im Spielertunnel zu Tumulten kam. Auf TV-Aufnahmen ist zu sehen, wie die beiden Trainer sich nach Spielende nicht etwa die Hand gaben, sondern aufeinander losgingen. Schelotto soll seinem Gegenüber rüde an den Hals gefasst haben, während Vaccari beim Umdrehen mit einem Faustschlag reagiert haben soll.
Daraufhin eskalierte die Situation im engen Spielertunnel komplett. Vertreter beider Vereine versuchten, die wütenden Streithähne zu trennen. Auf TV-Aufnahmen sind auch Sicherheitskräfte zu sehen, die Mühe hatten, die körperlichen Auseinandersetzungen zu beenden. Erst nach Minuten war der Zoff beendet.
Hinterher gaben sich beide Trainer auf der Pressekonferenz unschuldig. Vaccari: „Ich weiß nicht, was passiert ist, nichts ist passiert, ich habe nichts gehört, ich weiß nicht, was passiert ist. Nichts Wichtiges.“ Sein Gegenüber Schelotto räumte zumindest ein: „Das sind Dinge, die nicht passieren sollten, aber es war nichts Wichtiges.“ Mal schauen, ob das auch der argentinische Fußball-Verband so sieht.
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