Kurz vor Eröffnung: „Wir wollen Familien entlasten“ - Kinderhospiz startet bald
Ab November nimmt das Kinderhospiz in Trier erste schwer kranke Kinder auf.
Für ihre Familien soll das Haus mehr sein als ein Ort der Pflege.
Es ist eine Einrichtung, auf deren Eröffnung etliche Familien schon warten: Das „Nestwärme-Haus“ mit einem stationären Kinderhospiz in Trier nimmt ab November erste schwerstkranke Kinder und Jugendliche auf.
Acht große und helle Zimmer stehen für die „Gäste“ - wie die Bewohner im Hospiz genannt werden - und deren Familien bereit.
Hinzu kommen Familienzimmer, Spiel- und Therapieräume, ein Begegnungszentrum und Gemeinschaftsräume mit Küche.
Noch ist nicht alles fertig - ab dem 23.
Oktober wird die Eröffnung des neuen Elf-Millionen-Euro-Baus auf dem Trierer Petrisberg gefeiert.
Es ist neben Dudenhofen bei Speyer das zweite stationäre Kinderhospiz in Rheinland-Pfalz.
Es stehe Familien aus der Großregion mit Luxemburg und dem Saarland, aber auch aus ganz Deutschland offen, sagt Mitgründerin Petra Moske, Vorsitzende des Vereins Nestwärme in Trier .
Es gebe bereits auch überregional Anfragen.
Damit Familien mit unheilbaren Kindern auf ihrem schweren und oft langen Weg nicht alleine sind, bräuchten sie neben Begleitung zu Hause einen Ort der Entlastung und Begegnung.
Das solle das Haus werden: „Ein zweites Zuhause für die ganze Familie, als Rastplatz und Lichtblick, zum Lachen und Leben, zum Sterben und Trauern“, sagt sie.
Man wolle die ganze Familie mit schwer kranken Kindern entlasten, sagt Moske. „Wer über viele Jahre rund um die Uhr für ein schwer krankes Kind da ist, kommt an seine Grenzen.“ Erfahrungen einer Mutter Wie Anja Schäfer.
Ihr Sohn Felix ist 17 Jahre alt und leidet an einem seltenen Gendefekt. „Dadurch ist er körperlich und geistig mehrfach schwerbehindert“, sagt sie in Mettendorf (Eifelkreis Bitburg-Prüm).
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