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US-Finanzminister droht mit Sanktionen gegen Irans Handelspartner

Tagesschau (ARD) ·
US-Finanzminister droht mit Sanktionen gegen Irans Handelspartner

Krieg im Nahen Osten USA wollen Irans Handelspartner sanktionieren Stand: 24.08.2026 • 20:48 Uhr

Die USA wollen Iran wirtschaftlich isolieren und haben Sanktionen gegen Teherans Wirtschaftspartner angekündigt. Wer Handel mit dem Land treibe, werde die "Wucht der amerikanischen Macht" zu spüren bekommen, so Finanzminister Bessent.

Die US-Regierung hat neue Sanktionen gegen Iran bekannt gegeben. Diese sollen aber nicht nur das Land selbst treffen, sondern auch Unternehmen und Staaten, die mit Teheran Handel treiben. Ziel sei es, Iran von allen Einnahmequellen abzuschneiden, sagte US-Finanzminister Scott Bessent. Besonders im Fokus steht der für Iran wichtige Ölmarkt. Bessent sprach von einem "wirtschaftlichen D-Day".

Alle anderen Länder sollten ihre wirtschaftlichen Verbindungen zu Iran kappen - sonst müssten sie mit Vergeltungsmaßnahmen rechnen. Welche das konkret sein sollen, sagte Bessent nicht. Nach Einschätzung von ARD-Korrespondentin Sandra Ratzow könnten die betroffenen Länder ihren Zugang zum US-Finanzsystem verlieren, über das ein Großteil des Welthandels abgewickelt wird.

US-Finanzminister Bessent will Details zu Sanktionen gegen Iran bekanntgeben, dazu Sandra Ratzow, ARD Washington tagesschau, Das Erste, 24.08.2026 • 20:00 Uhr Wann die Sanktionen in Kraft treten sollen, sagte Bessent nicht. Mitarbeiter des Finanzministeriums, des Außenministeriums und des Militärs träfen sich derzeit mit "internationalen Partnern", um die Erwartungen Washingtons zu adressieren.

Es dürfe keine Unklarheiten hinsichtlich der Position der USA geben, so Bessent weiter. "Jede Art von wirtschaftlichem Engagement mit diesem mörderischen Regime wird die Verantwortlichen der vollen Wucht der amerikanischen Macht aussetzen."

Auf die US-Androhung neuer Sanktionen reagiert Teheran scharf: Jeder, der sich daran beteilige, sei ein Feind. mehr

Bessent sagte, es sei "nicht länger akzeptabel, dass sich Länder in den Grauzonen" des Konflikts bewegten. Er nannte keine konkreten Staaten, denen diese sogenannten Sekundärsanktionen der USA drohen könnten - die größten Handelspartner Irans sind aber bekannt: China, die Türkei und die Vereinigten Arabischen Emirate.

China hatte vor der Rede Bessents vor Schritten wie Sekundärsanktionen gewarnt und zur Zurückhaltung gemahnt. Die Emirate kündigten hingegen bereits vor einigen Tagen an, alle Handelsbeziehungen und Finanztransaktionen mit Iran bis auf Weiteres auszusetzen.

Das iranische Regime sieht sich im Konflikt mit den USA im Vorteil und will den Krieg nun beenden. mehr

Diese Verschärfung des wirtschaftlichen Drucks erfolgt fast sechs Monate nach Beginn des Krieges der USA und Israels gegen Iran. Die schweren Kämpfe haben zwar nachgelassen, die diplomatischen Bemühungen zur Beendigung des Konflikts sind aber auch ins Stocken geraten. Die Schifffahrt durch die Straße von Hormus ist weiter weitgehend blockiert, weshalb die Energiepreise weltweit hoch bleiben.

Die Folgen des Konflikts belasten auch die Zustimmungswerte von US-Präsident Donald Trump. Nur 33 Prozent der US-Bürger zeigten sich in einer aktuellen Umfrage der Nachrichtenagentur Reuters und des Instituts Ipsos mit seiner Arbeit zufrieden.

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