Nathusius nicht mehr im JU-Vorstand - Diese CDU‑Frau lässt sich nicht kleinmachen
Berlin – Dieser Auftritt war mit großer Spannung erwartet worden: Die scheidende JU-Schatzmeisterin und CDU-Influencerin Clara von Nathusius (31) hatte beim JU-Deutschlandtag einen bemerkenswerten Abschiedsauftritt. Nathusius kam nämlich in ihrem Rechenschaftsbericht ohne Umschweife selbst auf die Berichte über finanzielle Unregelmäßigkeiten in Deutschlands größtem Jugendverband zur Sprache.
„Es wurden Fördermittel abgerufen, ohne dass dies durch die Beschlüsse des Bundesvorstands gedeckt war.“ Als das aufgefallen sei, habe die Junge Union direkt externe Wirtschaftsprüfer eingeschaltet und interne Abläufe geändert. Das deckt sich mit Informationen von BILD.
Auch die Erfolge in ihrer Amtszeit sprach Nathusius selbstbewusst an: „Wir haben die Spendeneinnahmen der Jungen Union Deutschlands seit 2024 mehr als verdoppelt.“ Tatsächlich war Nathusius überaus erfolgreich in der Spendenakquise der CDU-Jugend – das loben auch interne Widersacher der Influencerin.
Zum Abschied richtete die scheidende Schatzmeisterin versöhnliche Worte an die Delegierten. Sie sei nicht bequem gewesen. Aber: „Keine einzige Reform in diesem Land ist entstanden, weil jemand Angst hatte, anzuecken.“ Sie behalte das Vertrauen in ihre Parteifreunde, dass das in Zukunft auch so bleibt – prasselnder Applaus von den 300 Delegierten!
Die Bremer CDU‑Landeschefin Wiebke Winter (30) sagte BILD nach der Rede: „Clara Nathusius macht sich jeden Tag für Generationengerechtigkeit stark – und ist mit ihrer Präsenz in den sozialen Medien eine wichtige Stimme für die Union. Ich bin mir sicher: Das wird sie bleiben.“
Nathusius war im Vorfeld des Deutschlandtags von mehreren einflussreichen Landesvorsitzenden signalisiert worden, dass sie keine Unterstützung für eine erneute Kandidatur habe. Sie hatte sich mit ihren umfangreichen Social-Media-Aktivitäten Neider gemacht, heißt es. Doch sie hat auch viele Fans. Am Eingang wollten Delegierte Selfies mit ihr machen. Nathusius wollte sich gegenüber BILD nicht äußern.
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