Formel Zoff! - Diese Fahrer kommen nicht miteinander klar
Die Zeit der offenen Feindschaften in der Formel 1 scheint vorbei zu sein. Offen ausgetragene Dispute wie zwischen Michael Schumacher (57) und Damon Hill (65) oder zwischen Alain Prost (71) und Ayrton Senna (†34) sind selten geworden.
Natürlich werden auch in der heutigen Generation von Fahrern Abneigungen gepflegt. Allerdings nicht mehr ganz so offen wie in früheren Tagen.
Die aktivste Fahrer-Fehde. Beim Qualifying in Zandvoort letzten Samstag funkte Verstappen an sein Team nach einer etwas knappen Ausfahrt aus der Garage: „Da wird George gleich wieder rumheulen.“
Tat er nicht. Aber der Spruch des Holländers zeigt: Zwischen ihm und Russell stimmt wenig. Die Abneigung ist nicht neu. Vor dem Saisonfinale 2024 beschuldigte Verstappen seinen Kontrahenten, sich dafür eingesetzt zu haben, dass er eine Strafe bekam, und bezeichnete den Briten als „hinterhältigen Lügner“. Russell wiederum behauptete damals, dass Verstappen gedroht habe, ihm mit dem Kopf gegen die Wand zu knallen.
Beim Saisonabschluss-Essen der Fahrer wollten sich die beiden daraufhin weder die Hand geben noch nebeneinander sitzen.
Seitdem verpetzen sich die beiden gerne gegenseitig über Funk bei der Rennleitung.
Diese Konstellation hat etwas Besonderes: Beide waren schon verfeindet, als sie in die Formel 1 kamen. Dabei waren die Franzosen zu Beginn ihrer gemeinsamen Kart-Tage sogar befreundet. 2010 kam es zum Bruch, weil sich das Duo auf der Strecke rücksichtslos bekämpfte und die Familien im Kampf um Sponsoren aneinandergerieten. Davon hat sich die Freundschaft nie mehr erholt.
In der gemeinsamen Zeit bei Alpine (2023 bis 2024) eskalierte die Rivalität auch auf der Strecke. Gleich mehrfach gerieten sie aneinander. Zu der Zeit erzählte Gasly freimütig, dass zwischen ihnen keinerlei private Beziehung bestehe.
Seit dem Wechsel von Ocon zu Haas ist es etwas ruhiger geworden. In Funksprüchen oder Duellen auf der Strecke zeigt sich die Animosität bisweilen aber doch noch.
Alonso war bei Alpine der Vorgänger von Gasly. Die Beziehung zu Ocon begann harmonisch, aber schon bald ging es bergab. In der Saison 2022 gab es mehrere Vorfälle auf der Strecke, inklusive diverser Beschimpfungen am Funk. Im vorletzten Grand Prix des Jahres funkte Alonso, der zur neuen Saison zu Aston Martin wechselte: „Nur noch ein Rennen, dann ist es endlich vorbei. Endlich.“
Auch 2023 gab's Stunk zwischen den beiden. In Brasilien fuhren sie ineinander. Ocon schrie: „Alonso ist ein Idiot! Das ist seinetwegen passiert! Er hat die Linie zugemacht!“ Der Spanier hielt dagegen: „Ocon ist einfach in mich reingefahren. Unglaublich. Was für ein Amateur!“
Aber damit nicht genug. In einem Interview nach dem Wechsel von Alonso trat der Franzose nach: „Es ist gut, dass er geht. Um ehrlich zu sein: 98 Prozent der Arbeit bei der Weiterentwicklung und im Simulator lagen bei mir. Er hat sich einfach ins Auto gesetzt und ist gefahren.“
Noch heute ist Alonso nicht gut auf seinen ehemaligen Teamkollegen zu sprechen, kritisiert ihn hart.
Das Duo feierte früher gemeinsam, fuhr im selben virtuellen Rennteam und flog nach Rennen zusammen in seine Wahlheimat Monte Carlo.
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