Folgen von Terrorismus: Wie Betroffene in Solingen bis heute mit dem Trauma leben
Worte, Blumen, Kerzen und Schweigen: Solingen gedenkt der Opfer des Terroranschlags vor zwei Jahren.
Welche Spuren das Attentat hinterlässt und warum Gesprächsräume so wichtig sind.
Der Gedenkstein „lebt“: „Da ist immer mal wieder eine neue Lampe, eine neue Kerze, ein neuer Blumenstrauß“, beschreibt Ilka Werner, Superintendentin des evangelischen Kirchenkreises, den Alltag.
Zwei Jahre nach dem islamistischen Terroranschlag in Solingen mit drei Toten und vielen Verletzten ist diese Stelle vor der Stadtkirche der Ort, um an die Opfer zu erinnern.
Zur Tatzeit 21.37 Uhr stand eine Schweigeminute auf dem Programm.
Schmerz und Erinnerung seien gegenwärtig, schrieb Ministerpräsident Hendrik Wüst vorab auf der Plattform X. „Der Zusammenhalt in Solingen ist stärker als der Hass“, betonte er.
Oberbürgermeister Daniel Flemm (beide CDU) erklärte vor der Gedenkveranstaltung, Solingen halte zusammen und finde nach einer ersten Schockstarre zurück in den Alltag. „Wir wollen zeigen, dass wir nicht vergessen, aber auch nicht in Trauer verharren, sondern entschlossen in die Zukunft blicken.“ Für direkt Betroffene sei die Belastung bis heute spürbar.
Messerattacke auf Konzertbesucher Der Anschlag ereignete sich beim Fest 650 Jahre Stadtrecht Solingen am 23.
August 2024.
Während eines Konzertes auf dem Platz Fronhof in der Innenstadt drängt der Täter durch die Reihen und sticht mit einem Messer auf Zuschauer ein.
Unter den Opfern ist eine Frau , die eben noch fröhlich tanzte.
Wenig später stirbt sie in den Armen ihres schwer verletzten Mannes.
Verletzte und weitere Augenzeugen haben so die dramatischen Ereignisse vor Gericht geschildert.
Bei Anschlägen kommen Erinnerungen hoch „Für die meisten Leute in Solingen ist es nicht mehr alltägliches Thema“, sagt Werner.
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