Akustik in der Wohnung - Wieso hallt es in manchen Zimmern so stark?
Wer im Homeoffice arbeitet oder abends vor dem Fernseher sitzt, kennt das Problem: Der Raum klingt plötzlich unangenehm, Gespräche strengen an, und die eigene Stimme hallt im Videocall nach. Für das Wohlbefinden in den eigenen vier Wänden spielt die Raumakustik deshalb eine größere Rolle, als viele vermuten. Fass mir den Artikel zusammen
Verantwortlich dafür sind vor allem die Flächen eines Zimmers, weiß myHOMEBOOK . Wände, Decken, Fenster und Böden bestimmen maßgeblich, wie sich Schall ausbreitet. Auch die Größe eines Raumes hat Einfluss. In kleinen Bereichen wie Badezimmern oder engen Abstellkammern treffen Schallwellen sehr schnell auf die nächste Wand und werden unmittelbar zurückgeworfen. Obwohl objektiv nicht zwingend mehr Hall entsteht, empfinden viele Menschen solche Räume als laut und unangenehm.
Anders sieht es in großzügigen Wohnbereichen aus. In offenen Loftwohnungen, großen Wohnküchen oder Altbauzimmern mit hohen Decken legt der Schall deutlich längere Wege zurück. Dadurch kann zwar mehr Echo entstehen, der Klang verteilt sich jedoch stärker im Raum und wird häufig als ruhiger wahrgenommen. Warum Videocalls in halligen Räumen ermüden
Einen besonders großen Einfluss haben außerdem die Bodenbeläge . Harte Materialien wie Fliesen, Laminat, Parkett oder Stein reflektieren Schall stark und verstärken zusätzlich den Trittschall. Unter solchen Böden wird häufig eine Trittschalldämmung verlegt, um Geräusche in darunterliegenden Räumen zu reduzieren. Für die Akustik im Zimmer selbst helfen dagegen weiche Oberflächen.
Teppiche oder Kork nehmen Schall besser auf. Laut einer Fraunhofer-Studie wirken insbesondere Teppichböden als sogenannte poröse Schallabsorber, die Schallwellen aufnehmen, statt zurückzuwerfen. Ähnlich problematisch wie harte Böden sind Betonwände, Fliesenflächen, große Fensterfronten oder glatt gestrichene Wände. Dort wird der Schall nahezu vollständig reflektiert. Was sollte ich als Nächstes lesen?
Wer darunter leidet, muss jedoch nicht gleich umbauen. Schon Vorhänge, Teppiche, Pflanzen, volle Bücherregale, offene Kleiderschränke, Garderoben, Polstermöbel , Akustikpaneele oder dekorierte Regale können den Hall reduzieren. Selbst Bilder mit Holzrahmen und größere Zimmerpflanzen helfen dabei, Schall zu streuen und störende Nachhalleffekte im Raum abzumildern.
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