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Gesundheit

Ein Führungscoach erklärt, warum er seinen Kunden davon abrät, den Sonntagabend damit zu verbringen, sich auf die Arbeit vorzubereiten

Focus Online Gesundheit ·
Ein Führungscoach erklärt, warum er seinen Kunden davon abrät, den Sonntagabend damit zu verbringen, sich auf die Arbeit vorzubereiten

Sonntagabend noch schnell E-Mails beantworten, die Woche vorbereiten – auf Plattformen wie LinkedIn wird das gern als Erfolgsrezept verkauft. Shane Arthur hält davon nichts. Der Coach aus dem US-amerikanischen North Carolina berät Geschäftsführer und Führungskräfte, die permanent zu viel arbeiten.

In einem Gastbeitrag bei „ Business Insider “ warnt er: „Tun Sie das nicht“. Die Arbeitswoche brauche klare Anfangs- und Endrituale.

Arthurs Ansatz ist ebenso simpel wie radikal: Der Montagmorgen bleibt meetingfrei. Statt direkt um neun Uhr in den ersten Call zu springen, nimmt sich der Führungskräfte-Coach zwei bis drei Stunden Zeit zum Ankommen.

„Ich hole mir meinen Kaffee, mein Notizbuch und meinen Laptop. Ich starte langsam und baue mich in meine Woche hinein“, beschreibt er seine Routine.

Diesen geschützten Raum empfiehlt Arthur auch seinen Klienten – und ermutigt sie, das Prinzip an ihre Teams weiterzugeben. Der Schlüssel liege darin, sich diese Zeit bewusst freizuhalten.

„ Solange niemand in diesem Zeitfenster Ihre Zeit beansprucht , können Sie selbst entscheiden, wie Sie es nutzen. Da liegt die Magie“, schreibt Arthur.

Ist der Wochenstart gelungen, rät er, die wichtigsten Aufgaben des Tages zuerst zu erledigen – bevor der Kalender den Takt übernimmt.

„Manche Klienten sind so in Calls und Erreichbarkeit vertieft, dass sie den Tag beenden und die wichtigen Dinge nicht erledigt sind. Dann gehen sie nach Hause und arbeiten abends weiter“, schreibt Arthur. „So möchte ich weder arbeiten noch andere dabei unterstützen, so zu arbeiten.“

Was Arthur aus der Praxis empfiehlt, hat ein internationales Forschungsteam systematisch untersucht. Doch statt einiger meetingfreier Stunden empfehlen sie direkt meetingfreie Tage. Für einen Beitrag im Wirtschaftsmagazin „ MIT Sloan Management Review “ befragten die Forscher 76 Unternehmen mit jeweils über 1000 Mitarbeitern aus mehr als 50 Ländern. Sie alle hatten meetingfreie Tage eingeführt.

„Anstatt sich von einem Zeitplan einengen zu lassen, hatten sie die Kontrolle über ihre To-do-Listen und übernahmen selbst die Verantwortung dafür, was in der Folge zu einem Anstieg der Zufriedenheit um 52 Prozent führte“, schreiben die Autoren.

„Auch wenn es vielleicht kontraintuitiv erscheint, kam unsere Untersuchung zu dem Ergebnis, dass zu viele Besprechungen einer effektiven Zusammenarbeit abträglich sind, die Mitarbeiter in ihren produktivsten Stunden aus dem Konzept bringen und den Gedankengang der Menschen unterbrechen.“

Aus Arthurs Coaching-Praxis und den Forschungsergebnissen lassen sich konkrete Empfehlungen ableiten:

1. Die erste Stunde am Montag gehört Ihnen. Blocken Sie den Montagmorgen im Kalender und nutzen die Zeit, um die Woche zu sortieren: Was sind die wichtigsten Aufgaben? Welche Termine stehen an? Ein ruhiger Start ersetzt die hektische Sonntagsvorbereitung.

2. Sonntags nicht arbeiten – auch nicht „nur kurz“. Selbst gelegentliche Sonntagsarbeit verschlechtert die Erholung messbar. Wer glaubt, sich das mit guter Entspannung am Abend wieder ausgleichen zu können, irrt laut den Forschern. Erholung braucht echte Freizeit.

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5News hat diese Zusammenfassung aus dem öffentlichen Feed der Quelle übernommen. Der vollständige Artikel mit allen Details steht auf www.focus.de — der Inhalt gehört Focus Online Gesundheit.

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