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Zwei Kempas und ein Zaubertor - Nur die Bundesliga zählt: Dresden macht Ernst!

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Zwei Kempas und ein Zaubertor - Nur die Bundesliga zählt: Dresden macht Ernst!

Die Handballer vom HC Elbflorenz haben in dieser Saison nur ein Ziel: Aufstieg in die Handball-Bundesliga! Und bis jetzt pflügen sie förmlich durch die zweite Liga, festigen am achten Spieltag mit einem 38:28-Sieg gegen Ludwigshafen eindrucksvoll die Tabellenführung.

Vereinsboss Uwe Saegeling war vor der Saison mutig vorgeprescht: „Wir wollen und werden aufsteigen.“ Bis jetzt lassen die Dresdner den Worten auch Taten folgen. Bis auf die bisher einzige Niederlage gegen DHfK Leipzig (35:37) und die Partie gegen Hüttenberg (33:31) gewann das Team von Trainer André Haber stets souverän und mit mindestens fünf Toren Differenz. Schoss dabei immer 30 und mehr Treffer.

Das Erfolgsrezept ist eine Kombination aus Knallhart-Abwehr samt überragendem Torhüter-Duo Mallwitz/Cantegrel und echtem Offensiv-Feuerwerk zur rechten Zeit. Haber: „Es macht gerade Riesenspaß.“ Den hatten auch die reichlich 1800 Zuschauer am Samstagnachmittag in der Dresdner Ballsport Arena. Tiger-Mützen – das Maskottchen der Dresdner ist die Raubkatze – stehen bei den Fans hoch im Kurs. Beim Beutezug auf dem Feld ist schon ein gewisses Schema zu erkennen: In der Anfangsphase kann der Gegner meist noch ganz gut mithalten, aber spätestens in der zweiten Halbzeit wird er vom HCE-Express überrollt. Oder anders gesagt: Erst weichgekocht und dann abserviert.

Vor einer Woche sorgte ein 8:1-Lauf nach der Halbzeit für die Entscheidung, gegen Ludwigshafen stellte ein 9:3-Lauf die Weichen endgültig auf Sieg. Haber: „Wir haben eine Mannschaft, die immer in der Lage ist, über sieben, acht Minuten eine sehr gute Phase zu spielen. Sie zeichnet sich durch eine hohe Qualität und einen hohen Zusammenhalt aus. Wir sind auch nochmal eine Saison klüger. Das ist eine gute Voraussetzung für eine sehr gute Saison.“

Und mit den Siegen steigt zwangsläufig das Selbstvertrauen. Das wie gegen Ludwigshafen in zwei Kempas und – absolutes Sahnehäubchen – einem unfassbaren Treffer durch Julius Dierberg gipfelt, der nach Traum-Pass von Keeper Mallwitz im Flug den Ball um den eigenen Rücken in die Kiste zaubert.

„Ich weiß gar nicht, wo der Ball eingeschlagen ist. Habe nur gehört, dass alle gejubelt haben. Das war intuitiv aus der Situation heraus“, erklärte der Kunstschütze nach seinem Tor des Jahres. „Das wird eine Seltenheit bleiben. So lange sie reingehen, ist alles in Ordnung. Ansonsten kriege ich irgendwann Ärger vom Trainer. Ich bin froh, dass er danach gegrinst hat.“

Dierberg hat auch das Rezept für den Höhenflug parat: „Wir bereiten uns auf jeden Gegner gleich vor. Egal, welcher Tabellenplatz, egal, welche Form. Und auf dieser Welle weiterzureiten, wäre das Beste, was wir machen können. Wir schaffen es gerade, 60 Minuten Tempo zu gehen, aktuell können nicht viele Vereine mit uns mithalten. Wenn´s so läuft, haben wir genau unseren Job gemacht. Aber das darf nie zur Routine werden. Wir haben auf unserem Marathon noch einige Kilometer vor uns.“

Trotzdem: Wie sieht nach so einem perfekten Handball-Nachmittag die Belohnung aus? „Wir werden ganz entspannt was essen, für die Regeneration einen Sauerkirschsaft trinken und dann ins Bett gehen.

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