Mittwoch, 2. September 2026 QuellenÜber uns🌓
🇩🇪 DE ▾
EILMELDUNG
Gesundheit

„Katzen sind die gefährlichsten Tiere in Deutschland” sagte mir der Notarzt, dabei wollte ich in Brandenburg doch nur dem Stress entkommen

Focus Online Gesundheit ·
„Katzen sind die gefährlichsten Tiere in Deutschland” sagte mir der Notarzt, dabei wollte ich in Brandenburg doch nur dem Stress entkommen

Ein Augustwochenende floh ich mit meiner Verlobten vor dem Chaos Berlins in den Oderbruch. In dieser Region im Osten Brandenburgs, gleich an der Grenze zu Polen, schlängelt sich die Oder nebst ihrer Nebenflüsse durch die Natur, leben zahlreiche Tiere und reihen sich Felder aneinander. Mittendrin kleine Dörfer, hie und da mit Ferienunterkünften für gestresste Großstädter.

In einer dieser Unterkünfte verbrachten wir drei Tage – und ich freundete mich schnell mit einer Katze an, die auf dem Hof ihr Unwesen trieb. Während einer Streicheleinheit verlor das Tier dann seine Fassung, wie Katzen das gerne mal tun. Das Ergebnis: ein auffällig stark blutender Kratzer, der innerhalb von Sekunden dick anschwoll. Ich ließ kaltes Wasser über die Wunde laufen, desinfizierte behelfsmäßig mit Händedesinfektionsmittel, weil der Verbandskasten aus meinem Auto nicht mehr hergab, und klebte ein Pflaster auf die Wunde. Für mich war die Sache damit erledigt. Die Wunde würde bestimmt von selbst abklingen.

Etwa 30 Stunden später saß ich in der Notaufnahme eines Berliner Krankenhauses. Die Wunde war über Nacht nicht etwa abgeschwollen, sondern die Schwellung dicker geworden – nun umrandet von einer Rötung, die den halben Handrücken umfasste. Ich war selbst zwar immer noch der Meinung, dass das bestimmt von selbst heilen würde, meine Lebensgefährtin ließ allerdings nicht locker – ich solle die Hand unbedingt sofort einem Arzt zeigen. In der Notaufnahme angekommen war ich immer noch davon überzeugt, dass mich das Empfangspersonal direkt wieder nach Hause schicken würde. Doch dann wurde ich sogar bevorzugt behandelt. Menschen vorgezogen, die teilweise stundenlang warteten.

Ein Arzt prüfte mit seiner Hand die Temperatur meiner Hand und ordnete dann sofort einen Bluttest an. Wenig später saß ich im Behandlungsraum ebenjenes Arztes, der mir sagte, ich hätte lieber sofort kommen sollen – wenig beruhigende Worte. Auch für die Ergebnisse des Bluttests machte er mir keine großen Hoffnungen – die würden nach solchen Katzenkratzern in zwei Dritteln der Fälle erhöhte Entzündungswerte aufweisen. Wegen der zahlreichen Bakterien und Krankheiten, die sie übertragen können, seien Katzen „die gefährlichsten Tiere in Deutschland“.

Eine Zuspitzung – denn statistisch sind andere Tiere wie Zecken (Borreliose, FSME) oder allergische Reaktionen auf Wespen/Bienen für weitaus mehr Hospitalisierungen und Todesfälle verantwortlich.

Der Bluttest ergab dann auch genau das: erhöhte CRP-Werte von 20, normal sind 0 bis 3. Diese Werte gelten als wichtige Entzündungsmarker. Die Katzenkratzkrankheit , ausgelöst durch das Bakterium Bartonella henselae, war es allerdings nicht und auch meine Tetanus-Impfung war sehr zu meiner Beruhigung aktuell.

„Brauchen Sie die Hand zum Arbeiten?“ fragte der Arzt mich – was ich aufgrund meiner Tätigkeit am Computer und der Tatsache, dass es sich um meine rechte, dominante Hand handelte, vehement bejahte. Mein gesamter Unterarm wurde beschient, die Umrisse der Infektion mit einem Edding umzeichnet und ich bekam zwei Antibiotika-Pillen.

Vollständigen Artikel bei Focus Online Gesundheit lesen ›

5News hat diese Zusammenfassung aus dem öffentlichen Feed der Quelle übernommen. Der vollständige Artikel mit allen Details steht auf www.focus.de — der Inhalt gehört Focus Online Gesundheit.

Mehr von Focus Online Gesundheit

Alle ansehen ›

Mehr in Gesundheit

Alle ansehen ›