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Nach Fan-Pfiffen - Jetzt redet Jena-Boss Jovic Klartext

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Nach Fan-Pfiffen - Jetzt redet Jena-Boss Jovic Klartext

Der FC Carl Zeiss Jena ist noch nicht in Form. Bereits viermal haben die Thüringer in dieser Saison verloren, allein dreimal zu Hause. Zum Vergleich: In der kompletten letzten Spielzeit kam der FCC auf lediglich sechs Pleiten, wurde Vizemeister. Inzwischen pfeifen Teile der Jenaer Fans selbst nach Siegen das Team aus. Zu inspirationslos, zu ideenlos ist das, was die Profis anbieten. Sportdirektor Miroslav Jovic (55) bezieht vor dem Spiel in Luckenwalde (Samstag, 14 Uhr) im BILD-Interview Stellung.

Miroslav Jovic: „Warum? Wir haben noch zwei Drittel der Saison vor uns. Viele andere Mannschaften werden noch ihre Punkte liegen lassen. Jetzt geht es erstmal richtig los: Wir kommen in den Herbst, Wetter und Plätze werden schlechter. Mir ist egal, ob die anderen jetzt zaubern. Das kann sich schnell ändern. Für uns gilt, dass wir auf uns schauen, dass wir unser Spiel verbessern. In der vergangenen Saison haben wir in Eilenburg verloren, zu Hause gegen Meuselwitz. Da waren wir tot. Doch dann kamen wir in die Spur.“

„Wir spielen mit zwei A-Junioren und drei, die gerade aus dem Nachwuchs gekommen sind. Und dann gewinnen wir. Natürlich kann man besser spielen, das verstehe ich auch. Aber wir können nicht alles infrage stellen. Ich habe volles Vertrauen in diese Mannschaft. Wir entwickeln gerade etwas. Es gibt im Fußball aber keine Schablonen. Es gibt Laufwege, die die Spieler aus eigener Intelligenz machen, sich freilaufen, Freiraum schaffen, sprinten. Daran arbeiten wir.“

„Wir müssen Spiele gewinnen. Aber das wird auch in Luckenwalde schwer. Wir schauen da von Woche zu Woche. Auch andere haben Probleme. Nehmen wir Halle, die mit zwei Mann mehr gegen Stahnsdorf gerade so 1:0 gewinnen.“

„Wenn wir mal aufs Budget schauen, liegen wir auf Platz sieben oder acht. Wir können ja nach der erfolgreichen letzten Saison nicht sagen, dass wir dieses Mal nicht oben mitspielen wollen. Aber zur Wahrheit gehört auch, dass wir finanziell nicht zu den Topteams gehören.“

Sie haben Elias Löder geholt, Luca Wollschläger. Dazu waren Manassé Eshele und Kevin Lankford schon da. Doch dieser Traumsturm funktioniert nicht. Warum?

„Fußball ist Kopfsache. Elias Löder kam zurück und jeder hat erwartet, dass er wieder 25 Tore macht. Es ist doch klar, dass er dann mit dem Rucksack aufs Feld geht. Ergebnisse sind die einzige Garantie für Selbstvertrauen. Wir brauchen jetzt Geduld. Alles schlechtzureden, ist mir zu einfach und das bringt uns nicht weiter.“

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