Nach Skandal-Spiel im DFB-Pokal - PETA will Polizei anzeigen!
Mannheim - Das Derby zwischen Waldhof Mannheim und dem 1. FC Kaiserslautern (0:1 n.V.) zieht nach wie vor seine Kreise! Nach schweren Ausschreitungen stürmte die Polizei das Spielfeld, drängte die Waldhof-Chaoten zurück in ihren Block. Auch Polizeipferde und Hunde waren mit im Gepäck. Unglaublich: Ein Bengalo explodiert direkt neben einem der Pferde! Zu viel für die Tierschutzorganisation Peta.
Die Tierschützer schlagen jetzt Alarm und finden deutliche Worte zur Strategie der Polizei bei derartigen Duellen. Die Organisation kritisiert gegenüber BILD: „Pferde und Hunde haben im Polizeidienst nichts verloren, erst recht nicht bei Hochrisikospielen, bei denen Gewalt, Pyrotechnik und unkontrollierbare Menschenmengen einkalkuliert werden müssen.“ Die Begründung dafür ist simpel wie einleuchtend. Peta erklärt: „Die Tiere können sich ihren ‚Beruf‘ im Gegensatz zu menschlichen Einsatzkräften nicht aussuchen.“
Besonders der Einsatz der Reiterstaffel im dichten Rauch der Fackeln sorgt für Kopfschütteln. Peta stellt klar: „Sie bewusst in ein Umfeld aus Böllern, Raketen, Rauch, Geschrei und potenziellen Ausschreitungen zu bringen, ist aus Tierschutzsicht nicht vertretbar.“
Fliegende Raketen, ohrenbetäubender Lärm – ein Albtraum für die Vierbeiner. Die Tierschützer machen deutlich: „Die Tiere werden bei solchen Einsätzen bewusst Situationen ausgesetzt, die für sie der absolute Horror sind.“ Die Gefahr in den eskalierenden Kurven ist jedoch nicht nur psychisch, sondern auch physisch massiv. Die Organisation warnt: „Pferde können ausrutschen, stürzen oder in Panik geraten.“
Für Peta bleibt es aber nicht bei bloßer Kritik, man sieht hier sogar rechtliche rote Linien überschritten. Das harte Urteil lautet: „Aus Sicht von PETA steht ein solcher Einsatz im deutlichen Widerspruch zum Tierschutzgesetz.“ Die Konsequenz: Die Organisation macht jetzt Ernst!
Die Tierschützer kündigen an: „Peta wird beim zuständigen Veterinäramt Mannheim Anzeige erstatten.“ Im Visier stehen dabei nicht nur die Randalierer, sondern explizit auch die Einsatzleitung. Peta präzisiert: „Diese richtet sich sowohl gegen die bislang unbekannten Personen, die Pyrotechnik und Raketen eingesetzt haben, als auch gegen die für den Pferde- und Hundeeinsatz verantwortlichen Polizeibeamt:innen.“
Das klare Ziel der Tierschützer: Solche Bilder dürfen sich in deutschen Stadien nicht wiederholen. Die unmissverständliche Forderung lautet: „Daher muss der Missbrauch von Pferden und Hunden im Polizeidienst endlich beendet werden.“
Dafür nimmt Peta nun auch die Politik in die Pflicht und verlangt ein Durchgreifen von ganz oben: „Wir appellieren deshalb an Innenminister Manuel Hagel, dem Beispiel Hamburgs zu folgen und berittene Einheiten abzuschaffen.“ Das Skandal-Derby hat also ein handfestes Nachspiel. Das Pokal-Aus ist längst besiegelt, doch juristisch geht es jetzt erst richtig los
Haben Sie Fehler entdeckt? Möchten Sie etwas kritisieren? Dann schreiben Sie uns gerne!
5News hat diese Zusammenfassung aus dem öffentlichen Feed der Quelle übernommen. Der vollständige Artikel mit allen Details steht auf www.bild.de — der Inhalt gehört Bild.