Bauordnung: Wie das Bauen in NRW einfacher wird
Digitale Bauanträge, weniger Vorschriften, geringere Vermessungskosten: Was sich für Bauherren in NRW ab sofort ändert und wo Genehmigungen künftig entfallen.
Bauen in Nordrhein-Westfalen wird einfacher, und Baugenehmigungen werden beschleunigt.
Am Dienstag (1.9.) tritt die vom Landtag beschlossene neue Landesbauordnung in Kraft.
Viele bisherige Bauvorschriften entfallen damit künftig.
Besonders der Umbau von nicht mehr genutzten Bestandsgebäuden soll erleichtert werden, um mehr Wohnraum zu schaffen.
Das ist der neue „BauCode NRW “: Alles nur noch digital Der digitale Bauantrag wird Standard.
Die bisher erforderliche Schriftform wurde seit 2019 bereits schrittweise abgeschafft und wird nun ganz aufgegeben.
Schluss mit den meisten DIN -Vorschriften Bisher musste bis ins kleinste Detail geregelt sein, wie viele Steckdosen in einem Raum zu sein haben.
Damit ist nun Schluss: 90 Prozent der DIN-Vorschriften müssen künftig nicht mehr beachtet werden.
Die Berücksichtigung der sogenannten anerkannten Regeln der Technik wird auf die Beachtung von Sicherheitsvorschriften begrenzt.
Damit sind nur noch zehn Prozent der rund 4.000 Baunormen bauordnungsrechtlich verpflichtend.
Ende der doppelten Einmessungspflicht Bislang werden Bauherrn vielfach mit zwei Vermessungen belastet, obwohl die Daten des bauordnungsrechtlichen Nachweises bereits die Anforderungen des Liegenschaftskatasters erfüllen.
Diese doppelte Gebäudeeinmessung wird abgeschafft.
Durch die Nutzung digital erhobener Gebäudedaten sowie des bundesweiten Standards „XBau“ können Informationen automatisiert übernommen und Vermessungskosten nach Schätzungen um rund 20 Prozent reduziert werden.
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