Fifa-Boss unter Druck - Nächster Verband stellt sich gegen Infantino!
Ist bald Finito für Infantino? Der Druck auf Fifa-Boss Gianni Infantino (56) wächst weiter. Jetzt hat sich auch der schottische Verband FA öffentlich gegen den umstrittenen Schweizer positioniert. Am Rande der Vorstellung von Sebastien Pocognoli (39) als neuem Trainer der schottischen Nationalmannschaft stellte FA-Geschäftsführer Ian Maxwell (51) klar, dass der Verband bei der Wahl Anfang kommenden Jahres nicht für Infantino stimmen werden.
Maxwell sagte: „Die Position des schottischen Verbandes ist seit dem Treffen der 55 nationalen Verbände klar. Wir sind auf einer Linie mit der Position der Uefa . 55 Nationen sind stärker als eine einzelne Stimme. In dem Statement heißt es, dass es ein Misstrauen gegenüber der Fifa-Führung gibt, und der schottische Verband teilt diese Position vollständig. Also wird die schottische FA nicht für Gianni Infantino stimmen, wenn Anfang 2027 die Wahlen anstehen.“
Maxwell meinte, die vergangene WM sei wunderbar gewesen, die schottischen Fans hätten „die schönste Zeit“ gehabt: „Wir sollten über den Erfolg des Turniers sprechen, über die Freude, die es so vielen Menschen bereitet hat, und über die langfristigen Auswirkungen, die es weltweit auf den Fußball haben kann. Aber all das wurde von der Fifa , von Gianni Infantino und den Geschehnissen der letzten Zeit überschattet. Deshalb muss sich etwas ändern.“
Infantino hatte mit seinem Plan, die Fußball-Weltmeisterschaft weiter zu kommerzialisieren, Vermarktung und Ausrichtung in eine Tochtergesellschaft der Fifa auszulagern und Anteile an private Investoren zu verkaufen, für große Aufregung gesorgt. Der Plan wurde besonders von der Uefa sowie den asiatischen und nordamerikanischen Kontinentalverbänden klar abgelehnt. Die Uefa drohte sogar mit einem Boykott sämtlicher Fifa-Turniere. Infantino gab daraufhin sein Vorhaben auf.
Im März 2027 stehen die Fifa-Präsidentschaftswahlen an. Einen Gegenkandidaten für Infantino gibt es noch nicht. Nach Meinung von Ex-Fifa-Präsident Wolfgang Niersbach könnte allerdings Concacaf-Präsident Victor Montagliani (60) diese Rolle übernehmen. Er halte den Kanadier für einen „fähigen Mann“, sagte der langjährige Funktionär gegenüber „t-online.de“. Es fehle aber noch „eine wirkliche Alternative“, es habe sich noch „niemand nachdrücklich positioniert“.
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