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Kultur

New York: Trump brüskiert kubanische Abordnung bei UN-Vollversammlung

Stern ·
New York: Trump brüskiert kubanische Abordnung bei UN-Vollversammlung

Noch während Donald Trump bei der UN-Vollversammlung spricht, verlassen Kubas Vertreter demonstrativ den Saal.

Der Grund dürfte die Rede selbst gewesen sein.

Die Beziehung zwischen den USA und Kuba sind unter anderem wegen Sanktionen gegen den karibischen Inselstaat angespannt.

Bei der UN-Generalversammlung bemühte sich US-Präsident Trump allerdings nicht darum, die Spannung zu lösen – im Gegenteil: „Es ist ein völlig gescheiterter Staat“, sagte Trump im Verlauf seiner Rede. „Es (Kuba) scheitert so sehr wie nie zuvor.“ Kurz darauf war im Livestream aus dem Saal zu sehen, wie die kubanische Abordnung aufstand und Richtung Ausgang ging.

Trump sagte, Außenminister Marco Rubio stecke tief in Verhandlungen mit Kuba . „Mal sehen, was passiert.

Wir werden keinen Zufluchtsort für ausländische Gegner zulassen, von dem aus sie Amerika direkt vor unserer Haustür bedrohen können – unmittelbar vor unserer Haustür“, sagte Trump. „Das kubanische Regime hat außerdem jahrzehntelang mit linksgerichteten Radikalen und kommunistischen Netzwerken hier in den Vereinigten Staaten zusammengearbeitet.“ Die US-Regierung hatte Kuba in den vergangenen Monaten mit einer Reihe von Sanktionen belegt.

Dadurch haben sich die jahrelange Wirtschafts- und Energiekrise sowie die humanitäre Notlage in dem Karibikstaat dramatisch verschärft.

Der Kommunismus werde niemals nach Amerika kommen, sagte Trump. „Aber die Freiheit wird nach Kuba kommen.“ Trump drohte Kuba schon mit Übernahme Nach dem US-Militäreinsatz in Venezuela im Januar hatte Kuba seinen engsten Verbündeten und einen wichtigen Öllieferanten verloren.

Zudem führte die Androhung der USA von Strafsanktionen dazu, dass andere Länder ihre Öllieferungen nach Kuba einstellten und sich ausländische Investoren von der Insel zurückzogen, darunter internationale Hotelketten.

Der Tourismus, der eine der Haupteinnahmequellen der Insel darstellt, brach ein.

Trump hatte zuvor mit einer Übernahme der nur rund 150 Kilometer von Florida entfernten Insel gedroht.

Er forderte die sozialistische Regierung dazu auf, einen Deal abzuschließen, bevor es zu spät sei – ohne zu sagen, worin genau die Vereinbarung bestehen sollte.

Washington hat allerdings klargestellt, dass es einen wirtschaftlichen und politischen Richtungswechsel in Kuba sowie eine Distanzierung der kubanischen Regierung von Großmächten wie China und Russland erwartet – im Namen der nationalen Sicherheit der USA.

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