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18-Jähriger quälte Mädchen - Jugendlicher Sadist muss für 4,5 Jahre in Haft

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18-Jähriger quälte Mädchen - Jugendlicher Sadist muss für 4,5 Jahre in Haft

Hamburg – Es ist einer der verstörendsten Fälle, die Hamburgs Justiz in den vergangenen Jahren beschäftigt haben: Ein Jugendlicher hat nach Überzeugung des Gerichts minderjährige Mädchen im Internet systematisch unter Druck gesetzt, zu Selbstverletzungen gedrängt und homosexuelle Männer in brutale Hinterhalte gelockt. Nun ist das Urteil gefallen.

Das Landgericht Hamburg verurteilte den heute 18-jährigen Fabian Z. zu vier Jahren und sechs Monaten Jugendstrafe. Die Jugendkammer sah es als erwiesen an, dass er in zahlreichen Fällen Straftaten im sogenannten „Com-Netzwerk“ beging und zudem homosexuelle Männer über Dating-Plattformen in Fallen lockte. Die Ermittler stießen auf ein Muster, das frappierend an die Methoden des international bekannten Sadisten-Netzwerks „764“ erinnerte: Jugendliche werden über das Internet manipuliert, eingeschüchtert und zu immer drastischeren Handlungen getrieben.

Nach Feststellung des Gerichts setzte Fabian Z. zwischen 2023 und 2024 sieben Mädchen im Alter von zwölf bis 15 Jahren massiv unter Druck. Die Opfer wurden demnach mit kompromittierenden Bildern erpresst. Sie mussten Namen und Gruppenkürzel wie „the espada“ oder „A.L.I.C.I.A.“ in ihre Haut ritzen.

Das Gericht verurteilte ihn deshalb unter anderem wegen mehrfachen sexuellen Missbrauchs von Kindern ohne Körperkontakt.

Besonders brisant: Die Taten erinnerten an den ebenfalls in Hamburg angeklagten mutmaßlichen „764“-Sadisten „White Tiger“, über dessen Fall BILD ausführlich berichtet hatte. Eine direkte Zusammenarbeit zwischen Fabian Z. und dem gesondert verfolgten „White Tiger“ konnte die Jugendkammer allerdings nicht feststellen.

Zum Gesamtbild gehörte nach Überzeugung des Gerichts noch ein zweiter Tatkomplex. Schon die Anklage warf Fabian Z. vor, homosexuelle Männer über Dating-Portale wie „Planet Romeo“ in Hinterhalte gelockt zu haben. Diesen Vorwurf sah die Kammer nun als erwiesen an.

Der Angeklagte vereinbarte laut Gericht unter falschem Namen Treffen mit Männern in Hamburg. Die Opfer wurden anschließend von mehreren Angreifern überrascht und attackiert. Deshalb verurteilte das Landgericht Fabian Z. nun wegen gefährlicher Körperverletzung in sieben Fällen. Das Urteil ist noch nicht rechtskräftig.

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