Aufrüstung: Mehr Feuerkraft gegen Putin – so funktioniert das Raketensystem Lora
Die Bundeswehr will für mehr Feuerkraft das Raketensystem Lora kaufen und so eine strategische Lücke schließen – was macht die Waffe so wichtig? Die deutsche Marine hat im Nordatlantik zwischen Irland und Island das israelische Raketensystem Lora erfolgreich getestet.
Nun sollen Pläne für eine Beschaffung der Raketen mit einer Reichweite von mehr als 500 Kilometern vorangetrieben werden.
Lora soll mithelfen, Russland und seinen Kriegsherren Wladimir Putin glaubhaft abzuschrecken.
Das Raketensystem ist ein Element in den Bestrebungen der Bundeswehr, ihre sogenannte Tiefschlagfähigkeit zu erhöhen, also die Fähigkeit, weit im Hinterland des Feindes Präzisionsschläge durchzuführen.
Daran mangelt es der deutschen Armee akut, aktuell ist der Taurus-Marschflugkörper ihr einziges effektives System.
Der Taurus wird von Kampfjets abgefeuert und hat eine maximale Reichweite von 500 Kilometern.
Was macht Lora für die Bundeswehr so wertvoll? Ein Grund ist die Verfügbarkeit.
Das israelische Waffensystem existiert seit über 20 Jahren und wird von der israelischen Armee erfolgreich eingesetzt.
Die Bundeswehr könnte also schon bald auf die Waffen zurückgreifen.
Gleichzeitig treibt sie die Entwicklung eigener Systeme voran, was aber Jahre in Anspruch nimmt.
Lora steht für „Long Range Attack“ (Fernangriff) und wird von Israel Aerospace Industries (IAI) hergestellt.
Das Unternehmen bewirbt das System als taktische Rakete für Präzisionsschläge und schreibt, es sei „fähig, strategische Ziele tief in feindlichem Gebiet von mobilen oder maritimen Plattformen aus zu treffen“.
Jedes erkannte Ziel könne binnen zehn Minuten zerstört werden.
Die Reichweite beträgt wie beim Taurus bis zu 500 Kilometer.
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