„Ich wollte so sein wie alle anderen“ - Prinzessin Madeleine sehnte sich nach Freiheit
Stockholm (Schweden) – Glanzvolle Galas, funkelnde Juwelen, ein Leben im Schloss. Für viele klingt das wie das perfekte Märchen. Doch für Prinzessin Madeleine von Schweden (44) fühlte sich ihre Kindheit als Royal oft ganz anders an. In einem ungewöhnlich offenen Interview mit der skandinavischen „Vogue“ spricht die jüngste Tochter von König Carl Gustaf (80) und Königin Silvia (82) darüber, wie sehr sie sich nach Freiheit und Normalität sehnte.
„Meine Geschwister haben unsere Rollen viel leichter angenommen. Ich habe immer damit gehadert“, sagt Madeleine zur „ Vogue “. Vor allem der Medienrummel setzte ihr in ihrer Jugend zu. „Wenn Fotografen da waren, bin ich immer weggelaufen. Sie mussten mich verfolgen.“
Während ihre Schwester Kronprinzessin Victoria (49) und ihr Bruder Prinz Carl Philip (47) früh ihren Platz im Königshaus fanden, sehnte sich Madeleine nach etwas ganz anderem: „Wie viele Mädchen im Alter von acht oder neun Jahren wollte ich einfach nur sein wie alle anderen.“ Ihren Rückzugsort fand sie bei den Pferden. Um dem königlichen Rampenlicht zu entkommen, trat sie unter dem Pseudonym „Anna Svensson“ bei Turnieren an. „Dort konnte ich wirklich ich selbst sein. Einfach ein Mädchen, das Pferde liebt und gerne springt.“
Privat hat die Prinzessin längst ihr Glück gefunden. Nach Jahren in den USA lebt sie inzwischen wieder mit Ehemann Christopher O'Neill (52) und den gemeinsamen Kindern Leonore (12), Nicolas (11) und Adrienne (8) in Stockholm. Chris lernte sie damals in New York kennen. Liebe auf den ersten Blick? Nicht ganz. „Es gab keinen Moment, in dem ich wusste: Das ist der Richtige. Es hat sich einfach richtig angefühlt“, erzählt sie. Über ihren Mann sagt Madeleine liebevoll: „Wenn man Chris trifft, merkt man schnell: Er ist sehr charmant, wirklich lustig, wir haben viel gelacht.“
„Ich muss etwas gestehen: Seit wir zusammen sind, habe ich kein einziges Essen für Chris gekocht“, verrät sie beim Interview. Der Grund: „Ich darf gar nicht in die Küche. Chris ist ein guter Koch, das ist sein Bereich.“
Während Schwester Victoria als Kronprinzessin die Monarchie repräsentiert, zählt Madeleine nicht mehr zu den arbeitenden Vollzeit-Royals. „In den vergangenen Jahren hat sich meine Rolle sehr verändert. Deshalb konnte ich viele andere Dinge im Leben ausprobieren.“ Zu diesen neuen Wegen zählt i hre eigene Hautpflegemarke. Als Unternehmerin verzichtet sie auf ihren Prinzessinnen-Titel und tritt stattdessen unter dem Namen Madeleine Bernadotte auf.
Die Frau, die einst vor Fotografen davonlief, hat ihren eigenen Weg gefunden.
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