Plünderungen und Gewalt: Mehr als 550.000 Menschen protestieren in Frankreich
In Frankreich richten sich landesweit Proteste gegen hohe Lebenshaltungskosten und niedrige Löhne. In mehreren Städten kommt es zu Ausschreitungen. Die Regierung fürchtet eine neue Welle der sogenannten Gelbwestenbewegung.
An einem frankreichweiten Protesttag gegen hohe Lebenshaltungskosten ist es in Paris und anderen Städten zu schweren Ausschreitungen, Plünderungen und zahlreichen Festnahmen gekommen. Wie das Innenministerium mitteilte, hätten in Paris mehrere unkontrollierte Demonstrationszüge versucht, sich auf staatliche Behörden zuzubewegen. Die Ordnungskräfte griffen systematisch ein, um diese Bewegungen zu verhindern und die institutionellen Standorte zu sichern. Bis zum Nachmittag kam es landesweit bereits zu 272 Festnahmen.
Wie das Innenministerium mitteilte, bleibe die Polizei in hoher Bereitschaft, um gewalttätige Gruppen einzudämmen, öffentliche Gebäude zu schützen und Plünderungen zu verhindern. Schon am Vormittag waren Einsatzkräfte in Paris, Lyon, Straßburg und anderen Großstädten mit Tränengas und Schlagstöcken gegen Protestierende vorgegangen. Auch Wasserwerfer kamen zum Einsatz.
Frankreichs Präsident Emmanuel Macron drohte den Verantwortlichen für die schweren Ausschreitungen mit Konsequenzen. "In unserer Republik ist kein Platz für Gewalt", sagte Macron am Abend. "Diejenigen, die sowohl Präfekturen als auch Geschäfte zerstört und angegriffen sowie sogar unsere Rathäuser geplündert haben, werden strafrechtlich verfolgt und bestraft."
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