Freitag, 16. Oktober 2026 QuellenÜber uns🌓
🇩🇪 DE ▾
EILMELDUNG
Sport

Aufsteiger aus Karlsruhe - Vom Flüchtling zum Box-Weltmeister

Bild Sport ·
Aufsteiger aus Karlsruhe - Vom Flüchtling zum Box-Weltmeister

Als Jugendlicher flüchtete Alex Alselo (26) mit seiner Familie vor dem Krieg in Syrien nach Deutschland. Eine Schlepperbande versteckte sie auf dem Weg über die Türkei und Ungarn in einem dunklen LKW. In Karlsruhe fand er eine neue Heimat – und beim Boxen! Er wurde Junioren-Weltmeister der WBO im Superweltergewicht (69,9 Kilo) und zweimal zum Sportler des Jahres in Karlsruhe gewählt. „Das Boxen hat mich zu dem Menschen gemacht, der ich bin“, sagt Alselo. Und soll ihn ganz nach oben bringen. Sein Ziel: Weltmeister! „Ich will so viele Titel sammeln wie möglich.“

Am 31. Oktober will sich Alselo – Kampfname „Action“ – in der Messe Karlsruhe mit einem Sieg gegen Jose Munoz (25/Kolumbien) darum für größere Aufgaben empfehlen. Sein Einlauf-Song von Bushido ist dabei so etwas wie sein Lebensmotto: „Alles wird gut“.

Zur Vorbereitung flog Alex (heißt eigentlich mit Vornamen „Ahmad“) extra nach England. Im „Newpound Gym“ in West Sussex verpasst ihm John Edwards den Feinschliff. Das Trainer-Idol coachte einst schon Tyson Fury (38)! Den Kontakt auf die Insel stellte vor zwei Jahren Mentor Rainer Gottwald (60) her. Alselo (17 Siege) hatte damals seine erste und einzige Niederlage kassiert und wollte sich neu aufstellen.

Dass er überhaupt zum Boxen kam, verdankt der KSC-Fan einem Zufall. Alselo ging im Fitness-Studio zum Pumpen. In einem Laden für Nahrungsergänzungsmittel traf er Jürgen Lutz († 66). Der Entdecker von Regina Halmich (49) sah sein Talent und lud ihn in sein legendäres „Bulldog Gym“ zum Probetraining ein. Erst mit 18 Jahren traute er sich hin – eigentlich viel zu spät für eine Profi-Karriere. „Ich hatte vorher nie geboxt“, erinnert sich der Rocky-Fan. Obwohl er sich schon als Kind Kämpfe von Muhammad Ali († 74) und Mike Tyson (60) angeschaut hatte. Nach sieben Monaten wagte sich Alselo das erste Mal für einen Amateurkampf in den Ring – und verlor. Doch das stachelte ihn umso mehr an.

Anfangs jobbte Alselo neben den zwölf Trainingseinheiten pro Woche als Paketfahrer. Dann machte er seinen Trainerschein. Mittlerweile leitet er Gruppen für Kinder und Jugendliche und betreut soziale Projekte: „Das macht mich stolz“, betont Alselo. „Ich will ein Vorbild sein, für Kinder, Jugendliche und alle, die hierherkommen.“

Eine Geschichte, die unter die Haut geht. Auch bei Alselo selbst. „Boxen ist meine Therapie“, hat er sich auf Englisch auf die Brust tätowieren lassen. Auf seiner Wade sind Ali und Tyson verewigt. Und sogar das Karlsruher Schloss! 2014 floh er vor dem Krieg aus Aleppo. Heute sagt er: „Beim Boxen finde ich meinen Frieden.“

Haben Sie Fehler entdeckt? Möchten Sie etwas kritisieren? Dann schreiben Sie uns gerne!

Vollständigen Artikel bei Bild Sport lesen ›

5News hat diese Zusammenfassung aus dem öffentlichen Feed der Quelle übernommen. Der vollständige Artikel mit allen Details steht auf www.bild.de — der Inhalt gehört Bild Sport.

Mehr von Bild Sport

Alle ansehen ›

Mehr in Sport

Alle ansehen ›