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Radsport: Heftiger Sturz: Radstar Pogacar muss die Vuelta aufgeben

Die Zeit ·
Radsport: Heftiger Sturz: Radstar Pogacar muss die Vuelta aufgeben

Tadej Pogacar saß mit blutenden Wunden an der linken Schulter und am Kopf auf dem Asphalt, dann schnappte er sich seine Rennmaschine und wollte den Traum vom Vuelta-Sieg nicht aufgeben. Doch nichts ging mehr, die Schmerzen waren zu groß. Der Rad-Superstar stieg schließlich in den Krankenwagen und gab auf der achten Etappe der Spanien-Rundfahrt auf.

Damit ist der große Topfavorit raus. Ähnlich wie seine Rivalen Jonas Vingegaard und Florian Lipowitz bei der Tour musste Pogacar nach einem heftigen Sturz bei der Vuelta aufgeben. 32 Kilometer vor dem Ziel in Xeraco war der slowenische Weltmeister nach einem Schlenker kopfüber über den Lenker gegangen. Dabei hatte er noch zwei Fahrer vom Visma-Rennstall mitgerissen. Was die genaue Ursache war, blieb zunächst unklar. Womöglich ist Pogacar einem Stein am Straßenrand ausgewichen.

«Das schmerzt. Nicht das Ende, auf das irgendjemand gehofft hatte», schrieb die Vuelta. Schnell gab es auf den Radsport-Portalen zahlreiche Genesungswünsche an Pogacar.

Über die Schwere der Verletzung konnte UAE-Sportdirektor Matxin Fernandez noch nichts sagen. «Er wollte weitermachen, aber die Schulter hat unglaublich wehgetan. Er hat geblutet an der Augenbraue. Er musste genäht werden», sagte der Spanier und ergänzte mit Blick auf den Crash: «Dafür ist keiner verantwortlich. Das sind Sachen, die im Radsport passieren. Wir wissen nicht genau, was passiert ist.»

Dabei war der 27-Jährige auf dem besten Weg, erstmals die Vuelta zu gewinnen. Nach drei Etappensiegen lag er vor der achten Etappe in der Gesamtwertung bereits 3:50 Minuten vor dem Spanier Enric Mas. Die Spanien-Rundfahrt ist die einzige Grand Tour, die Pogacar in seiner Siegerliste noch fehlt. Ende Juli hatte er zum fünften Mal die Tour gewonnen, dazu gewann er 2024 den Giro d'Italia.

Nach dem Aus von Pogacar ist Mas nun neuer Spitzenreiter. Dahinter darf sich auch der viermalige Gesamtsieger Primoz Roglic Hoffnungen auf einen weiteren Erfolg machen. Die achte Etappe gewann nach 171 Kilometern von Pucol nach Xeraco der Franzose Bryan Coquard im Sprint vor Ex-Weltmeister Mads Pedersen. Kurz vor dem Zielsprint kam es noch zu einem heftigen Massensturz. Nur eine kleine Gruppe sprintete noch um den Sieg.

Pogacar wurde nach dem Sturz ins Krankenhaus gebracht, wie Eurosport berichtete. Sein UAE-Team kündigte weitere Informationen im Laufe des Abends an. Fraglich ist nach dem Sturz auch, ob Pogacar seinen WM-Titel bei den Titelkämpfen in Montreal im September verteidigen kann. Der Ausnahmekönner hatte 2024 und 2025 jeweils das WM-Straßenrennen gewonnen.

Schwere Stürze haben bei Pogacar Seltenheitswert. 2023 war der Ausnahmekönner beim Klassiker Lüttich-Bastogne-Lüttich gestürzt und hatte dabei einen Kahnbeinbruch erlitten. Ansonsten gingen die wenigen Stürze des Tour-Champions eher glimpflich aus, wie 2025 bei der Tour. Bei Rundfahrten hatte Pogacar bei 50 Starts das Rennen auch jeweils beendet.

Am Donnerstag hatte Pogacar noch Glück, als er sich auf der Abfahrt des Puerto El Bartolo versteuert hatte und in die Botanik musste.

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5News hat diese Zusammenfassung aus dem öffentlichen Feed der Quelle übernommen. Der vollständige Artikel mit allen Details steht auf www.zeit.de — der Inhalt gehört Die Zeit.

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