Viele Tote nach Sturzflut in Nepal - Hunderte Reisende vermisst
Himalaja Viele Tote nach Sturzflut in Nepal - Hunderte vermisst Stand: 26.08.2026 • 17:49 Uhr
Wassermassen, die ganze Dörfer wegreißen: Bei Sturzfluten sind in Nepal mindestens 95 Menschen ums Leben gekommen. Hunderte Menschen werden noch vermisst. Auch aus dem benachbarten China werden Opfer gemeldet.
Bei schweren Sturzfluten im Himalaja sind in Nepal und China mindestens 98 Menschen getötet worden. In Nepal habe es mindestens 95 Tote gegeben, teilte das Büro von Ministerpräsident Balendra Shah mit. Hunderte Touristen und Einheimische wurden den Behörden zufolge vermisst. Auch chinesische Staatsmedien meldeten nach einem Erdrutsch nahe der Grenze mindestens drei Tote.
"Wir haben sowohl Indien als auch China um Unterstützung bei den Rettungsarbeiten gebeten", sagte Nepals Regierungssprecher Sasmit Pokharel. Der indische Premierminister Narendra Modi bot Nepal bereits "jede mögliche Form humanitärer Unterstützung" an.
Unter den Vermissten in der Grenzregion zu Tibet seien 341 Ausländer, darunter viele Inder. Auch Touristen aus Deutschland, den USA und Spanien würden vermisst, sagte der leitende Beamte Santosh Panta von der nationalen Tourismusorganisation Nepal Tourism Board der Deutschen Presse-Agentur in Kathmandu. Die Nachrichtenagentur AP berichtete unter Berufung auf Behörden zudem von Betroffenen aus Großbritannien und Malaysia.
Dutzende Tote und hunderte Vermisste nach Sturzflut in Nepal Markus Spieker, ARD Neu-Delhi, tagesschau, Das Erste, 26.08.2026 • 17:00 Uhr Auswärtiges Amt: Lage unübersichtlich Auch mehrere Südkoreaner, die bei einem Wasserkraftwerk in dem Gebiet arbeiteten, würden vermisst, wie die Nachrichtenagentur Yonhap unter Berufung auf das Außenministerium in Seoul meldete.
"Das gesamte Ausmaß der Sturzflut ist aktuell schwer abzuschätzen und die Lage in Nepal weiterhin unübersichtlich", hieß es aus dem Auswärtigen Amt in Berlin. "Es ist leider mit sehr vielen Todesopfern zu rechnen." Zum jetzigen Zeitpunkt lägen aber keine Erkenntnisse über deutsche Staatsangehörige unter den Betroffenen vor. Die Botschaft in Kathmandu sei mit den lokalen Behörden in engem Kontakt.
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Bei dem Unglück wurden ganze Dörfer weggespült und Straßen, Brücken sowie Kraftwerke beschädigt, wie die Behörden weiter mitteilten.
Auch Chinas staatliche Nachrichtenagentur Xinhua berichtete von Befürchtungen über zahlreiche Opfer und Vermisste am Grenzübergang im Kreis Gyirong im Südwesten der Region Tibet. In chinesischen Staatsmedien war von dort zunächst von drei Toten die Rede.
China entsandte demnach zahlreiche Rettungskräfte mit schwerem Gerät in das Gebiet, rief eine erhöhte Katastrophenwarnstufe aus und stellte der Region Hilfsgelder zur Verfügung.
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