Westjordanland: Benjamin Netanjahu verurteilt Siedlergewalt im Westjordanland
Israels Regierungschef Benjamin Netanjahu hat Gewalttaten israelischer Siedler gegen Palästinenser im Westjordanland ungewöhnlich deutlich kritisiert. Er verurteile »entschieden die kriminellen Gewalttaten« einer »Handvoll Randalierer« in den Dörfern Kusra und Dschalud, sagte Netanjahu. Die Täter verstießen gegen das Gesetz, behinderten die israelische Armee und schadeten »Israels Ansehen in der Welt«. Öffentliche Kritik Netanjahus an gewalttätigen Siedlern ist selten.
In Kusra hatten zuletzt zahlreiche israelische Siedler Palästinenser angegriffen. Bewohner und die israelische Armee berichteten von Steinwürfen und gewaltsamen Zusammenstößen. Nach Angaben des Militärs verbarrikadierten sich Siedler in einem palästinensischen Haus, während sich dort auch Bewohner aufhielten. Es gab Berichte über verletzte Palästinenser. Auch im nahegelegenen Dschalud griffen Siedler nach Angaben der palästinensischen Nachrichtenagentur Wafa eine palästinensische Familie sowie ein sie begleitendes ausländisches Medienteam an.
In Israel hat vor der Parlamentswahl am 27. Oktober bereits die entscheidende Phase des Wahlkampfs begonnen. Laut Umfragen könnte es sowohl für das Lager von Netanjahu als auch für die Opposition schwierig werden, eine Mehrheit zu sichern.
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