Neue Ergebnisse der Ermittler: Anlass für Schüsse in Stade: Was ein Gutachten zum Baby sagt
Ein Baby wurde verletzt, seine Eltern verlieren das Sorgerecht - und der Vater die Kontrolle: Er erschießt sechs Angestellte der Jugendhilfe.
Nun liegt ein Gutachten zu den Verletzungen des Babys vor.
Mit Verletzungen eines Babys hat der Sorgerechtsstreit angefangen - am Ende starben sechs Menschen in einer Mutter-Kind-Einrichtung in Stade westlich von Hamburg.
Nun liegt ein Gutachten zu den Verletzungen des Säuglings vor, wie ein Sprecher der Staatsanwaltschaft Hannover auf Nachfrage der Deutschen Presse-Agentur mitteilte.
Das damals drei Monate alte Mädchen hatte demnach ein Schütteltrauma.
Die Staatsanwaltschaft spricht von einer schweren Kindesmisshandlung. „Die Ermittlungen gegen die Kindesmutter dauern an“, sagte der Sprecher der Staatsanwaltschaft.
Der Mutter droht nun eine Anklage und im Falle einer Verurteilung auch eine Haftstrafe.
Verletztes Baby - Vater greift zur Waffe Die Verletzungen des Babys führten nach bisherigen Erkenntnissen zu einer Kette von Ereignissen, die in Stade mit sechs Toten endete.
Im April kam das kleine Mädchen zur Behandlung in die Medizinische Hochschule Hannover. Ärzte diagnostizierten eine Hirnblutung und vermuteten schon, dass ein Schütteltrauma die Ursache dafür sein könnte.
Den Eltern war daraufhin das Sorgerecht entzogen worden.
Ein Gericht entschied, dass die Mutter mit ihrem Kind in der Stader Einrichtung leben soll.
Dort wollten Angestellte des zuständigen Jugendamts und der Einrichtung am 29.
Juni mit den Eltern über das Sorgerecht sprechen - doch die Situation eskalierte.
Der Vater griff zur Waffe und erschoss sechs Menschen, darunter vier Frauen und zwei Männer.
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