USA: Einwanderungsbehörde ICE bestellt Roboterhunde bei Boston Dynamics
Die US-Einwanderungsbehörde ICE will künftig hundeähnliche Roboter der Firma Boston Dynamics einsetzen. ICE plant, für das Modell »Spot« bis zu zwei Millionen Dollar ausgeben, wie aus Dokumenten zur Auftragsvergabe hervorgeht. Die Firma solle noch in diesem Jahr den Zuschlag erhalten.
Die ferngesteuerten Roboter seien für Lageerfassungen und Gefahrenbewertungen gedacht, hieß es zur Begründung des geplanten Geschäfts. Roboter-Hunde könnten bei Einsätzen in besonders gefährlichen, instabilen oder schwer zugänglichen Umgebungen eingesetzt werden. Über eine mögliche Angriffsfunktion ist nichts bekannt.
Abschieberazzien von ICE-Beamten sind Teil der strikten Migrationspolitik von Präsident Donald Trump . Anfang des Jahres war die Behörde stark in die Kritik geraten, nachdem Bundesbeamte die US-Bürger Renée Good und Alex Pretti auf offener Straße erschossen hatten. In den vergangenen Monaten kamen tödliche Einsätze etwa in Houston und im Bundesstaat Maine hinzu. Zuletzt sorgte die Behörde zudem mit der geplanten Anschaffung von Elektroschock-Handschuhe für Aufsehen.
14 Min Zur Merkliste hinzufügen ICE-Gewalt in Minneapolis: Die Notwehr-Lüge Von Francesco Collini und Katharina Osterhammer 5 Min Zur Merkliste hinzufügen 5 Min Zur Merkliste hinzufügen Abschiebe-Razzia gegen Einwanderer: Die tödlichen Schüsse von Minneapolis Aus Minneapolis und Washington, D.C., berichtet Frank Hornig 5 Min Zur Merkliste hinzufügen 5 Min Zur Merkliste hinzufügen Dass Behörden und Sicherheitskräfte auf vierbeinige Roboter zurückgreifen, ist nicht ungewöhnlich. Hundeähnliche Roboter derselben Firma wurden bereits am Hamburger Hafen eingesetzt, um die Sicherheit von Brücken zu überprüfen. Auch in Nordrhein-Westfalen und Baden-Württemberg sowie von der Deutschen Bahn wird »Spot« bereits genutzt. Die Roboter können auch bei Bombendrohungen und anderen Gefahrensituationen eingesetzt werden.
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