Bruder von Trump-Schwiegersohn - Kushner äußert sich erstmals zu Infantinos Investoren-Plan
Nach den geplatzten Investoren-Plänen von Fifa-Chef Gianni Infantino hat Investor Joshua Kushner (41) sein Schweigen gebrochen. Er bedauert es im Nachhinein, mit seiner Investmentfirma Thrive Teil des Vorhabens gewesen zu sein, sagt er. Joshua Kushner ist der Bruder von Donald Trumps Schwiegersohn Jared Kushner, der mit Tochter Ivanka verheiratet ist.
Die BBC zitiert Kushner: „Wir stehen zwar hinter den Beweggründen von FFE, haben jedoch die politischen Dynamiken im globalen Fußball und das Ausmaß, bis zu dem manche bereit sind zu gehen, unterschätzt. Thrive blickt auf eine lange Tradition als Partner aller Beteiligten zurück. Hätten wir gewusst, wohin dies führen würde, hätten wir uns nicht darauf eingelassen.“
Gianni Infantino war in den letzten Wochen heftig in die Kritik geraten. Der Schweizer scheiterte mit seinen Investoren-Plänen . Dabei sollten Teile der Fifa-Turniere an private Investoren verkauft werden. Im Raum stand die Gründung der Tochtergesellschaft „Fifa Forward Enterprise“ (FFE), „in der die kommerziellen Aktivitäten und das Veranstaltungsgeschäft der Fifa gebündelt werden“. Basierend auf einer anfänglichen Eigenkapitalbewertung von 20 Milliarden Dollar sollte FFE im Laufe dieses Jahres durch die Zusammenarbeit mit Investoren bis zu 4,2 Milliarden Dollar aufbringen.
Erst vor wenigen Tagen hat die Uefa den Druck auf Infantino und die Fifa erhöht. Mit ihrem Gesuch an die US-Justiz zur Sicherung von Dokumenten rund um den verhinderten WM-Investorendeal bei einem Gericht in Florida haben die europäischen Fußball-Funktionäre den Konflikt auf ein neues Level gehoben.
Kushner sagt nun zu den Plänen: „Das Geld im Fußball war in der Vergangenheit auf eine kleine Gruppe von Ländern konzentriert.“ Die Idee hinter FFE sei es gewesen, „mehr Kapital und Eigenkapital gleichmäßig auf alle 211 Mitgliedsländer zu verteilen und unterentwickelten Ländern deutlich mehr Investitionen zur Verfügung zu stellen, um lokale Talente zu fördern, den Breitensport zu unterstützen, das Fanerlebnis zu verbessern und letztendlich den weltweiten Fußball überall voranzubringen.“ Es habe sich um eine Idee gehandelt, „über die jeder Mitgliedsverband abstimmen sollte – nicht um eine Verpflichtung oder eine feststehende Entscheidung.“
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