Selenskyj warnt Internationale Fluggesellschaften - Russischer Luftraum wird „faktisch gesperrt“
Kiew – Drastische Warnung von Wolodymyr Selenskyj (48) an internationale Fluggesellschaften: Wer weiter über Russland fliegt oder russische Flughäfen ansteuert, müsse künftig mit einer massiven Gefahr durch Drohnen rechnen. „Der russische Luftraum wird faktisch gesperrt“, erklärte der ukrainische Präsident am Dienstagabend. Und weiter: „Die sicheren Tage am russischen Himmel sind vorbei.“
Selenskyj richtete sich ausdrücklich an „jede Fluggesellschaft, die den russischen Luftraum nutzt, jeden Versicherer und jeden, der weiterhin die wichtigsten Flughäfen Russlands nutzt“. Seine Botschaft: „Der russische Luftraum wird völlig unsicher.“
Dabei betonte der Präsident ausdrücklich, dass die Ukraine keine zivilen Flugzeuge angreifen werde. „Die Ukraine bedroht die zivile Luftfahrt als solche nicht – kein einziges ziviles Flugzeug“, sagte Selenskyj. Doch unmittelbar danach folgte die Warnung: „Es wird einfach Drohnen am russischen Himmel geben – in einem Ausmaß, das berücksichtigt werden muss.“ Selenskyj zufolge werde sich die Eskalation des Krieges nicht dauerhaft auf die Ukraine beschränken. Die ersten Raketen und Drohnen seien aus Russland gekommen und hätten die ukrainische Grenze aus russischem Luftraum überquert.
Besonders deutlich wurde der ukrainische Präsident mit Blick auf die großen russischen Flughäfen. Airlines, die derzeit vor allem Moskau, St. Petersburg und andere wichtige Ziele in Russland anfliegen. Auch ausländische Regierungen sollen informiert werden. Selenskyj forderte die Botschafter anderer Staaten in Kiew und Moskau auf, die Botschaft an ihre Hauptstädte weiterzugeben. Das ukrainische Außenministerium und weitere Behörden würden zudem internationale Organisationen umfassend über die Gefahren im russischen Luftraum informieren. Selenskyjs drastisches Fazit: „Ein von Drohnen übersäter Himmel ist kein Ort für die zivile Luftfahrt.“
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