Geheilt und doch benachteiligt: Bundesländer für Recht auf Vergessenwerden nach Krebs
Eine überstandene Krebserkrankung kann Betroffene noch Jahre später bei Versicherungen, Krediten oder Adoptionen benachteiligen. Die Länder wollen deshalb Auskunftspflichten zeitlich begrenzen und gespeicherte Daten löschen lassen. Für Manuela Schwesig ist es auch eine persönliche Initiative.
Menschen mit überstandenem Krebs sollen nach dem Willen des Bundesrats ihre frühere Erkrankung nach Ablauf medizinisch begründeter Fristen nicht mehr offenlegen müssen. Die Länderkammer forderte in einer Entschließung dafür ein Recht auf Vergessenwerden nach Krebs. So soll eine solche Erkrankung für Betroffene später nicht mehr zum Nachteil werden - etwa bei Versicherungen, Krediten oder einer Adoption.
Mecklenburg-Vorpommerns Ministerpräsidentin Manuela Schwesig, die selbst eine Krebserkrankung überstanden hat, sagte vor der Sitzung des Bundesrats, der Antrag liege ihr ganz besonders am Herzen. "Viele Menschen erkranken jedes Jahr in Deutschland an Krebs. Es ist die Volkskrankheit Nummer zwei." Eingereicht hatten den Entschließungsantrag neben ihrem Land Bremen, Niedersachsen und Thüringen.
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