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Kultur

Lukrative Aufträge: Streit mit Samsung: Stadt darf erstmal keine iPads kaufen

Stern ·
Lukrative Aufträge: Streit mit Samsung: Stadt darf erstmal keine iPads kaufen

Viele Kommunen setzen bei der Digitalisierung ihrer Schulen auf Tablets von Apple.

Vor Gericht bringt Konkurrent Samsung nun eine Ausschreibung in Datteln in NRW zu Fall - mit weitreichenden Folgen.

Die Stadt Datteln im Ruhrgebiet muss die geplante Anschaffung von rund 650 neuen iPads für ihre Schulen nach einem Rechtsstreit mit dem Elektronik-Konzern Samsung neu starten.

Das hat das Oberlandesgericht Düsseldorf entschieden - und damit eine weit verbreitete Vergabepraxis gerügt.

Die Stadt sei verpflichtet, die Bestellung produktneutral auszuschreiben und dürfe sich nicht einfach von vornherein auf Apple-Produkte festlegen, betonten die Richter.

Die Entscheidung dürfte weitreichende Auswirkungen für die Beschaffung von Technik durch den Staat haben.

Nach einer Reihe von juristischen Auseinandersetzungen, die Samsung in ganz Deutschland angestrengt hat, ist es das erste Mal, dass ein Gericht eine rechtskräftige Entscheidung trifft.

Viele Behörden wollen bei der Ausschreibung neuer IT-Geräte einem bereits eingeführten Betriebssystem treu bleiben, um doppelte Wartungskosten zu vermeiden.

Weil an den Schulen in Nordrhein-Westfalen vor allem Apple -Tablets im Einsatz sind, legen sich die meisten Kommunen bei neuen Ausschreibungen von vornherein fest, dass sie wieder Apple-Produkte kaufen wollen.

So war es auch im konkreten Fall bei der Stadt Datteln im nördlichen Ruhrgebiet.

665 in die Jahre gekommene iPads sollten dort ersetzt werden - durch neue iPads aus dem Hause Apple.

Begründet wurde das damit, dass schon bislang Apple-Geräte in den Schulen genutzt würden und ein Systemwechsel nicht zumutbar sei.

Dieses Vorgehen ist durchaus üblich und wird nach Angaben der kommunalen Spitzenverbände von vielen Städten so angewandt.

Samsung: Behörden dürfen keinen Hersteller bevorzugen Doch Apple-Konkurrent Samsung will das nicht länger hinnehmen.

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