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SV Elversberg: Die Bayern müssen sich im Containerdorf umziehen

Der Spiegel ·
SV Elversberg: Die Bayern müssen sich im Containerdorf umziehen

Andreas Landberg, SPIEGEL: »Das hier ist der kleinste Standort in der Geschichte der Fußball-Bundesliga. Der Ort heißt Spiesen-Elversberg, 13.000 Einwohner, kein eigener Bahnhof, aber beim Fußball eben in einer Liga mit dem FC Bayern. Wir wollen den Ort heute ein wenig kennenlernen und treffen als erstes Toni Forster, der kennt den Verein schon sehr, sehr lange.«

Forster ist ein Urgestein bei der Sportvereinigung Elversberg. 2011 hat er als Platzwart angefangen, da war der Verein noch in der vierten Liga. Jetzt spielt die SVE erstmals in der Bundesliga – und Forster organisiert viel rund um den Stadionausbau.

Andreas Landberg, SPIEGEL: »Was denken Sie, wenn Sie hier über das Stadion eines Erstligisten gucken?«

Toni Forster, SV Elversberg: »Du, erst mal ist es sensationell. Zweites Heimspiel ist Bayern München.«

Andreas Landberg, SPIEGEL: »Wenn Ihnen das so durch den Kopf geht: Hier unten läuft Harry Kane rum, Manuel Neuer. Das muss doch wahnsinnig sein.«

Toni Forster, SV Elversberg: »Ja. Und vor allem müssen die sich hier im Containerdorf umziehen. Hier vorn sind die Gäste. Und das ist der Heimtrakt.«

Andreas Landberg, SPIEGEL: »Also in ein paar Wochen sitzt Harry Kane in so einem Container und schnürt sich die Fußballschuhe.«

Toni Forster, SV Elversberg: »Ja. Das ist kein Riesenkomfort, aber wichtig ist, dass das alles sauber ist. Wir sind ein Familienverein, ein Dorfverein. Und das wollen wir eigentlich auch bleiben.«

15.000 Plätze – das sind die Vorgaben für ein Erstligastadion. In Spiesen-Elversberg würde damit die ganze Gemeinde in die Arena passen. Und sie wäre trotzdem nicht ausverkauft. Zum Saisonstart fehlt eine Tribüne noch komplett, erst im Winter soll sie stehen.

Andreas Landberg, SPIEGEL: »Wofür steht denn Elversberg außerhalb des Fußballs?« Anwohnerinnen und Anwohner: »Ja.« »Ähm.« »Hm.« »Das ist eine sehr, sehr gute Frage. Und Sie merken auch schon, dass bei mir die Rädchen laufen.«

Andere Sportarten werden hier offenbar vernachlässigt. Das Rathaus hat keinen Balkon – Meister sollte die SVE nicht werden. Ein großer Empfang wird hier schwer.

Anwohner: »Den Elversberger Turm, den Galgenbergturm. Das ist eine Sehenswürdigkeit. Sonst gibt es hier nicht viel.«

Den zeigt uns Daniel Körner. Der arbeitet bei der Gemeinde und ist – natürlich – großer SVE-Fan.

Daniel Körner, Gemeindemitarbeiter: »Das ist ein Elversberger, den könnt ihr mal auch noch fragen. Der war früher Masseur bei der ersten Mannschaft.«

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5News hat diese Zusammenfassung aus dem öffentlichen Feed der Quelle übernommen. Der vollständige Artikel mit allen Details steht auf www.spiegel.de — der Inhalt gehört Der Spiegel.

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