Mehrkosten im Nahverkehr: Verband klagt gegen höhere Trassenpreise
Nach einer Entscheidung der Bonner Netzagentur muss das Trassenpreissystem neu berechnet werden. Für den Nahverkehr wird das teuer - doch nun wehrt er sich juristisch.
Der öffentliche Nahverkehr wehrt sich gegen höhere Kosten für die Nutzung des Schienennetzes in Deutschland. Der Bundesverband Schienennahverkehr teilte mit, Anfang der Woche Klage gegen den Trassenpreisbescheid der Bundesnetzagentur für 2026 eingereicht zu haben. "An der Klage beteiligen sich über 40 Eisenbahnverkehrsunternehmen." Das Vorgehen sei mit allen Bundesländern abgestimmt, Bayern habe sich der Klage beim Verwaltungsgericht Köln angeschlossen.
Hintergrund ist eine Entscheidung der Bonner Netzagentur aus dem Juli. Demnach muss das Trassenpreissystem neu berechnet werden. Auf den Nahverkehr kommen rückwirkend für 2026 Kostensteigerungen von neun Prozent und damit eine Nachzahlung von 400 Millionen Euro zu. Diese Summe überfordere die Unternehmen und Länder, so der Bundesverband. Außerdem stehe dahinter ein wenig transparentes Berechnungsverfahren.
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